Bewertung:

Das Buch schildert eine Vater-Sohn-Reise, die mit Erfahrungen in Sri Lanka während des Bürgerkriegs und des Friedenskorps verknüpft ist. Die Erzählung wird für ihre lebendigen Beschreibungen und ihre emotionale Tiefe gelobt, obwohl einige Leser vermeintliche Ungenauigkeiten in der Darstellung von Sri Lanka kritisieren.
Vorteile:Gut geschriebene und fesselnde Erzählung, lebendige Bilder und wortgewandte Prosa, wirkungsvolle Darstellung der Vater-Sohn-Bindung, aufschlussreiche Erkundung kultureller Erfahrungen, berührt wichtige emotionale Themen, geeignet für verschiedene Leser, einschließlich Studenten.
Nachteile:Kritik an der Darstellung Sri Lankas als zu negativ und ungenau, wahrgenommene Übertreibungen der Bedingungen des Landes, einige faktische Fehler, die von Lesern, die mit Sri Lanka vertraut sind, bemerkt wurden, Bedenken hinsichtlich der mangelnden Tiefe des Autors beim Verständnis der Komplexität des Landes.
(basierend auf 11 Leserbewertungen)
Ich habe ihn nicht eingeladen. Die Idee stammte von meinem Vater, meinem vierundsiebzigjährigen Vater, der noch nie außerhalb Amerikas gewesen war und plötzlich dachte, dass Sri Lanka, wo ich als Freiwilliger des Friedenskorps tätig war, ein schöner Ort für einen Besuch wäre.
Als John Toner, ein pensionierter Richter aus Cleveland, im April 1990 aus einer Laune heraus beschloss, einen Monat mit seinem Sohn im kriegsgebeutelten Sri Lanka zu verbringen, war er seinem siebten - und letzten - Kind ebenso fremd wie den Härten des Lebens in einem Dritte-Welt-Land. Serendib schildert die Reise eines Vaters und eines Sohnes, die noch nie allein zusammen waren, die auf engstem Raum und unter ärmlichsten Bedingungen leben und die Unbeholfenheit und Distanz durch Verständnis und Liebe ersetzen.
Auf dem Weg dorthin erfährt man, wie John lernt, mit den Fingern zu essen, wie er neben Kühen in einem Fluss badet und wie er seine Wollhose gegen einen traditionellen Sarong tauscht. Wir werden Zeuge seiner Begegnung mit einem Hindu-Priester im Lendenschurz und seiner ersten Begegnung mit der alltäglichen Gewalt in einem Land, das sich im Krieg mit sich selbst befindet. John beobachtet mit Ehrfurcht, wie Schüler ohne Computer, Bücher oder gar Papier lernen; er schließt Freundschaft mit Kindern aus Sri Lanka und lernt wieder einmal, wie man gibt und wie man spielt. Jede neue Erfahrung zwingt Toners Vater, sich seinen Ängsten zu stellen - und bringt ihn seinem jüngsten Sohn näher.
Serendib ist ein farbenfroher, humorvoller und berührender Bericht über zahlreiche Entdeckungen - über einen alten Mann, der tief in sich geht, über einen Vater und einen Sohn, die zueinander finden, und über zwei Kulturen, die sich auf ungewöhnlichem Terrain begegnen und die Freude und Hoffnung des gemeinsamen Lebens entdecken.