Bewertung:

Das Buch untersucht die Bedeutung der Erzählpraxis bei Interventionen im Bereich der öffentlichen Gesundheit, insbesondere in verarmten Gemeinschaften weltweit. Es unterstreicht die Bedeutung von Bildung und Dialog und zeigt auf, wie das Engagement der Gemeinschaft beim Erzählen von Geschichten Verhaltensänderungen erleichtern und die Gesundheitsergebnisse verbessern kann.
Vorteile:Das Buch wird als wertvolle Ressource gelobt, die auf realen Erfahrungen und nicht auf Theorien beruht. Es stellt die Menschlichkeit armer Gemeinden dar und erörtert wirkungsvolle Programme, die von der Autorin entwickelt wurden. Es ist ansprechend geschrieben, enthält farbenfrohe Erzählungen, die komplexe Methoden verständlich machen, und bietet Einblicke in verschiedene Kulturen. Viele Rezensenten empfehlen das Buch als unverzichtbare Lektüre für alle, die im öffentlichen Gesundheitswesen und in verwandten Bereichen tätig sind.
Nachteile:Einige Leser merkten an, dass das Buch zwar reich an Details und Erzählungen ist, sich aber möglicherweise zu sehr auf die Methodik konzentriert, was es für diejenigen, die nicht direkt an der Programmplanung oder Forschung beteiligt sind, weniger interessant macht. Außerdem sind einige der Meinung, das Buch sei nicht für ein allgemeines Publikum geeignet.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Sex, Shame, and Violence: A Revolutionary Practice of Public Storytelling in Poor Communities
Seit mehr als drei Jahrzehnten lebt und arbeitet Kathleen Cash mit verarmten Menschen und lernt ihr Leben kennen. Als sie ihnen zuhörte, wie sie über ihre Schamgefühle sprachen, erfuhr Cash, wie sehr die Menschen darunter litten, dass sie nichts an dem ändern konnten, was ihnen widerfuhr - HIV-Infektionen, sexuelle und häusliche Gewalt, Gewalt gegen Kinder und Umweltzerstörung.
Sie erkannte, dass es vielen Maßnahmen an emotionaler und kultureller Integrität fehlte und sie daher wenig zur Linderung dieser Nöte beitragen konnten. Cash wandte sich daher von den konventionellen Ansätzen der Gesundheitsförderung und der sozialen Gerechtigkeit ab und entwickelte eine gemeinschaftliche Erzählpraxis, eine Strategie, um die Menschen durch das Erzählen von Geschichten einzubinden. Aus zahlreichen ethnografischen Interviews setzte sie kulturelle Geschichten so zusammen, dass sie bei den Menschen in der Gemeinschaft Anklang fanden und die Paradoxien ihres Leidens aufzeigten.
Cash rekrutierte lokale Künstler, um die Geschichten in einer Form zu illustrieren, die einem grafischen Roman ähnelt, und verteilte diese Hefte zur Diskussion in der Gemeinde. (Dieses Buch enthält Auszüge aus diesen illustrierten Geschichten. ) In Thailand, Bangladesch, Haiti, Uganda und den Vereinigten Staaten lernten die Menschen, über verbotene Themen zu sprechen und auszusprechen, was sie vorher nicht sagen konnten.
Sie standen zueinander, versöhnten sich und trafen gesundheitsfördernde Entscheidungen. Indem sie anderen halfen, reparierten sie sich selbst.
In kathartischen Gesprächen gestanden sie ihre Scham ein, was zu Taten des Mutes und der Großzügigkeit führte.