
Sexual Violence and Humiliation: A Foucauldian-Feminist Perspective
Dieses Buch stellt Demütigung als eine der wichtigsten Folgen sexueller Gewalt gegen Frauen dar und zeigt, dass sich Demütigung in der Beziehung des Selbst zu sich selbst manifestiert und dass Foucaults Kritik der Subjektivität Ressourcen für die feministische Konzeptualisierung und Bekämpfung von sexueller Gewalt und Demütigung bereitstellt.
In der feministischen Philosophie und Theorie werden Vergewaltigung und sexuelle Nötigung oft als demütigend für die Opfer beschrieben, doch gibt es nur relativ wenige eingehende feministisch-philosophische Darstellungen und Analysen der Demütigung als Schaden sexueller Gewalt gegen Frauen. Dieses Buch bietet eine solche Darstellung und Analyse sowohl der Demütigung im Allgemeinen als auch der sexuellen Demütigung infolge sexueller Gewalt im Besonderen. Das Buch zeigt Möglichkeiten auf, wie sexueller Gewalt und Demütigung entgegengewirkt werden kann, und bricht mit den üblichen feministischen Ansätzen, indem es Kritik übt, anstatt an die Subjektivität zu appellieren. Durch die Analyse konkreter Beispiele von Protesten gegen sexuelle Gewalt wird gezeigt, dass die Kultivierung alternativer Formen der Selbstbeziehung die feministischen Bemühungen zur Bekämpfung sexueller Gewalt eher fördert als untergräbt. Das Buch stützt sich durchgehend auf konkrete, aktuelle und zeitgenössische Fälle von sexueller Gewalt gegen Frauen und feministischen Protesten gegen sexuelle Gewalt, um seine Argumente zu illustrieren und zu untermauern.
Das Buch wird ein Schlüsseltext für Feministinnen und Foucault-Forscherinnen in den Geistes- und Sozialwissenschaften sowie für Studierende im Grundstudium und im Hauptstudium sein. Es wird auch für feministische Aktivistinnen gegen sexuelle Gewalt von Interesse sein.