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Sex Trafficking and Human Rights: The Status of Women and State Responses
Fallstudien untersuchen, wie Frauenrechte die staatlichen Maßnahmen gegen den Sexhandel beeinflussen, und zeigen, wie die politische Stärkung von Frauen zur Verhinderung und Bekämpfung von Menschenhandel beitragen kann
Der Menschenhandel zum Zwecke des Sexhandels ist eine Form der modernen Sklaverei, der jedes Jahr Tausende von Opfern zum Opfer fallen, wobei Frauen und Mädchen unverhältnismäßig stark betroffen sind. Zwar hat die internationale Gemeinschaft ein beeindruckendes Gebäude von Menschenrechtsgesetzen entwickelt, doch werden diese Gesetze nicht von allen Ländern gleichermaßen anerkannt oder durchgesetzt. Sex Trafficking and Human Rights zeigt, dass die Reaktion des Staates auf den Menschenhandel von den politischen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Rechten abhängt, die den Frauen in diesem Staat gewährt werden.
Zwar ist die Bekämpfung des Menschenhandels ein vielschichtiges Problem mit einer Vielzahl von Variablen, die ineinandergreifen, doch zeigt dieses Buch, dass die Wirksamkeit staatlicher Maßnahmen davon abhängt, inwieweit Frauen und Mädchen als vollwertige Bürgerinnen wahrgenommen werden und dies auch tatsächlich sind. Durch die Analyse von Fällen von Menschenhandel in Indien, Thailand, Russland, Nigeria und Brasilien werden die Faktoren beleuchtet, die manche Frauen und Mädchen anfälliger für Menschenhändler machen als andere.
Dieses wichtige Buch ist sowohl ein Aufruf zum Verständnis als auch ein Aufruf zum Handeln: Wenn die internationale Gemeinschaft und die Regierungen der Staaten den Menschenhandel verantwortungsbewusst und wirksam bekämpfen wollen, müssen sie die Gleichstellung der Frauen in den Mittelpunkt der nationalen Politik stellen.