
Migrating Shakespeare: First European Encounters, Routes and Networks
Migrating Shakespeare bietet die erste Studie über die ersten Wellen von Shakespeares Migration nach Europa. Sie zeichnet die Ausbreitung der Rezeption und Inszenierung seiner Stücke auf dem gesamten Kontinent nach und untersucht, wie Shakespeare zu nationalen Kulturen und - in einigen Fällen - zur Nationenbildung beitrug.
Die Kapitel untersuchen die Wege und kulturellen Netzwerke, über die Shakespeare in das europäische Bewusstsein gelangte, von den ersten Übersetzungen über die Bühnenadaptionen bis hin zu den kritischen Reaktionen. Die Rolle von Wanderspielern und Schauspielern, Übersetzern und Druckern, Dichtern und Dramatikern wird ebenso beschrieben wie die größeren politischen und kulturellen Bewegungen, die Nationen prägten.
Jeder einzelne Fall legt die nationalen, literarischen und theatralischen Probleme offen, mit denen Shakespeare konfrontiert war, und zeigt nicht nur, wie die Kulturen Shakespeare auf ihre eigene Weise aufgenommen und adaptiert haben, sondern auch, welchen Beitrag sie zur Interpretation der Texte geleistet haben. Insgesamt behandelt der Band Schlüsselfragen zu Shakespeares Einbürgerung oder widerstrebenden Anpassung an andere Kulturen, die seine gegenwärtige globale Reichweite begründen.