Bewertung:

Das Buch „Shiva: Der wilde Gott der Macht und Ekstase“ von Wolf-Dieter Storl erhält von den Lesern gemischte Kritiken. Viele loben die fesselnde Erzählweise, die farbenfrohen Illustrationen und die Zugänglichkeit für Leser, die mit dem Hinduismus nicht vertraut sind. Einige kritisieren jedoch den Mangel an wissenschaftlicher Tiefe und die vermeintliche Außenseiterperspektive des Autors auf ein komplexes Thema.
Vorteile:⬤ Fesselndes und leicht zu lesendes erzählendes Format.
⬤ Informative Bilder und Diagramme.
⬤ Gute Einführung in Shiva und Aspekte des Hinduismus.
⬤ Voller Anekdoten und kultureller Einblicke.
⬤ Geeignet sowohl für Neueinsteiger als auch für diejenigen, die mit Shiva vertraut sind.
⬤ Es fehlt an wissenschaftlicher Strenge und angemessenen Quellenangaben.
⬤ Einige Leser finden autobiographische Elemente unnötig oder störend.
⬤ Kritiker argumentieren, dass der Autor die Bedeutung Shivas zu sehr vereinfacht oder falsch interpretiert.
⬤ Wird als typische Außenseitermeinung wahrgenommen, die die Tiefe der Hindu-Philosophie nicht voll zu würdigen vermag.
(basierend auf 24 Leserbewertungen)
Shiva: The Wild God of Power and Ecstasy
Ein umfassender Blick auf alle Aspekte des vielgestaltigen Shiva.
- Erforscht die schamanischen Wurzeln der Weltspiritualität am Beispiel dieses hinduistischen Gottes, der viele Eigenschaften des nordischen Odin und des keltischen Cernunnos teilt.
- Betrachtet die Beziehung Shivas zur zeitgenössischen Kultur, zum Tantra und zu den dualistischen Religionen des Westens.
Für seine Verehrer ist Shiva das gesamte Universum und der Kern aller Wesen. Im hinduistischen Mythos erscheint er zu Beginn der Schöpfung als eine riesige Feuersäule, aus der diese Welt hervorgeht. Doch er ist auch der nahbarste aller Götter, denn er ist der Liebhaber der Liebenden und der Verehrer seiner Anhänger. Von den 1.008 Namen Shivas ist Pashupati, Herr der Tiere, einer der häufigsten. Seine besondere Beziehung zu den Tieren und seine Trickster-Natur offenbaren die tiefe Verbindung Shivas zum Schamanismus und zu anderen Göttern wie dem nordischen Odin und dem keltischen Cernunnos, die aus den paläolithischen Traditionen hervorgegangen sind.
Der Ethnologe Wolf-Dieter Storl wurde erstmals von Shiva in den Bann gezogen, als er als Gastwissenschaftler an der Benares Hindu University in Indien weilte. In diesem Buch lädt er die Leserinnen und Leser ein, in die lebendige und mythische Welt von Shiva, oder Mahadev, dem Gott aller Götter, einzutauchen. Shiva ist eine Studie der Gegensätze: Als Herr des Tanzes verliert er sich in ekstatischer Hingabe; mit seiner Gefährtin Parvati kann er 10.000 Jahre lang Liebe machen. Sowohl Männer als auch Frauen verehren ihn wegen seiner Fähigkeit, männliche und weibliche Energien zu vereinen und auszugleichen. Aber als der asketische Shankar sitzt er in tiefer Meditation und meidet Frauen, und niemand wagt es, ihn zu stören, damit er nicht sein drittes Auge öffnet und das gesamte Universum verschlingt. Als Herr der Rauschmittel und Gifte ist er der Hüter des geheimen okkulten Wissens und der Kräfte, für die er von Yogis und Dämonen gleichermaßen verehrt wird. Shiva tanzt sowohl die Freude des Seins als auch den Tanz des Untergangs - aber in jedem Aspekt durchbricht er das falsche Ego, um das wahre Selbst zu enthüllen, das in ihm liegt. Dies ist seine wahre Macht.