Bewertung:

Das Buch „Herself When She's Missing“ von Sarah Terez Rosenblum ist eine zutiefst fesselnde und komplexe Erkundung einer dysfunktionalen lesbischen Beziehung, die universell anspricht. Es zeichnet sich durch eine nicht-lineare Erzählweise und einzigartige Stilelemente wie Listen und Diagramme aus, die zur Vertiefung beitragen, aber auch Verwirrung stiften können. Der Schreibstil wurde für seine Tiefe, Detailgenauigkeit und die Entwicklung der Charaktere hoch gelobt, auch wenn es für manche Leser schwierig ist, sich in die Figuren einzufühlen.
Vorteile:Der Roman ist wunderschön geschrieben, mit einer fesselnden Sprache und fesselnden Charakteren. Er schildert tiefgreifende psychologische Themen, die ihn für ein breites Publikum jenseits der LGBTQ+-Gemeinschaft lesbar machen. Die innovative Verwendung von Listen und Diagrammen bereichert die Erzählung, während die emotionale Tiefe und der Realismus die Leser ansprechen. Viele Rezensenten heben das Buch als herausragend in der zeitgenössischen lesbischen Literatur hervor.
Nachteile:Einige Leser finden die nicht-lineare Zeitlinie verwirrend, mit unklaren Rückblenden, die den Fluss der Geschichte unterbrechen können. Einigen Rezensenten fiel es schwer, sich in die obsessive Natur der Hauptfiguren einzufühlen. Insgesamt wird der Schreibstil zwar oft gelobt, aber die unkonventionelle Struktur ist vielleicht nicht jedermanns Sache.
(basierend auf 19 Leserbewertungen)
Herself When She's Missing
Cry Wolf hat Andrea das Leben gerettet, zumindest erzählt sie das gerne. Auf der Suche nach spiritueller Erfüllung hat Andrea alles abgelehnt, von der Religion bis hin zu Essstörungen, und sich stattdessen einem „Ich-bin-mit-der-Band“-Fanatismus verschrieben, der sich um Cry Wolf dreht, ein Bruder-Schwester-Folk-Rock-Duo mit einer exzentrischen Schar von Anhängern. Als Andrea außerhalb eines Konzerts auf Groupie-Kollege Jordan trifft, ist ihre Verbindung unbestreitbar: Jordan ist sehr verführerisch, und Andrea ist von Jordans gesetzloser Art fasziniert. Ihre Romanze eskaliert, als sie Cry Wolf durch das Land folgen, aber als Jordan zunehmend manipulativ und unzuverlässig wird, beginnt Andrea zu erkennen, dass ihre Leidenschaft für Jordan zu einer weiteren Sucht geworden ist. Als Jordan sie zum ersten Mal verlässt, flieht Andrea aus Los Angeles nach Chicago, fast erleichtert und bereit für einen Neuanfang. Doch als Jordan unangekündigt vor ihrer Haustür steht, kann Andrea nicht anders: Sie ist begeistert.
Darf ich vorstellen: Andrea: angespannt, Mitte 20, Lehrerin, heißer, als sie sich selbst zugute hält, weniger clever, als sie glaubt.
Darf ich vorstellen: Jordan: schlank, mit Meerblick, Anfang 40, Studentin im Grundstudium, eine Lügnerin, die ihre eigenen Lügen glaubt.
Postmodern in der Form (Listen, 3x5-Karten, gelegentlich sogar ein Drehbuch), aber klassisch im Thema: die Geschichte eines Mädchens, das verzweifelt nach so etwas wie Liebe sucht, aber nicht ganz.