Bewertung:

Das Buch, das einen Essay von Simone Weil und einen Kommentar von Holoka enthält, bietet tiefe Einblicke in die Ilias und untersucht das zentrale Thema „Kraft“ im Kontext von Krieg und Gewalt. Viele Leser empfanden das Buch als erhellend und einflussreich und schätzten seine Klarheit und Tiefe. Obwohl es ein hervorragender Begleiter zur Ilias ist, erkennen einige Leser mögliche Einschränkungen in seiner Perspektive.
Vorteile:Bietet eine brillante Analyse der Ilias, die einen einzigartigen Blickwinkel für das Verständnis ihrer Themen bietet. Weils Einsichten über das Wesen von Kraft und Gewalt sind kraftvoll und relevant und machen das Buch zu einer sehr empfehlenswerten Lektüre. Die Übersetzung von Holoka wird für ihre Treue und Klarheit gelobt, mit umfangreichen Verweisen und Kommentaren.
Nachteile:Die Linse, durch die die Ilias betrachtet wird, könnte ihre Schwächen oder Grenzen haben, wie einige Leser bemerkten. Die Konzentration auf die Gewalt ist zwar aufschlussreich, kann aber andere Aspekte des Epos überschatten.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
Simone Weil's the Iliad or the Poem of Force: A Critical Edition
Simone Weil, eine brillante junge Lehrerin, Philosophin und Sozialaktivistin, schrieb zu Beginn des Zweiten Weltkriegs in Frankreich den Essay Die 'Ilias' oder das Gedicht der Gewalt.
Ihre tiefgründige Meditation über das Wesen der Gewalt ist ein bemerkenswert lebendiges und zugängliches Zeugnis für die anhaltende Bedeutung des griechischen Epos für unser Leben. Dieses gefeierte Werk erscheint hier zum ersten Mal in einer zweisprachigen Fassung, die auf dem Text der maßgeblichen Ausgabe der gesamten Schriften der Autorin basiert.
In der Einleitung wird die Bedeutung des Aufsatzes sowohl für die Entwicklung von Weils Denken als auch als unverwechselbarer ikonoklastischer Beitrag zu den Homerischen Studien erörtert. Der Kommentar stützt sich auf neuere Interpretationen der Ilias und untersucht die Parallelen zwischen Weils Vision von Homers Kriegern und den Erfahrungen moderner Soldaten.