Simone Weil und das Gespenst der sich selbst aufrechterhaltenden Macht

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Simone Weil und das Gespenst der sich selbst aufrechterhaltenden Macht (Jane Doering E.)

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Originaltitel:

Simone Weil and the Specter of Self-Perpetuating Force

Inhalt des Buches:

Simone Weils philosophisches und soziales Denken beschäftigte sich in ihrem kurzen Leben (1909-1943) intensiv mit dem Wesen von Macht und Gewalt, sowohl der menschlichen als auch der natürlichen, und mit den Problemen, die mit der Anwendung von Gewalt verbunden sind. Weil plädierte vehement für den Pazifismus, bevor sie sich im Zusammenhang mit dem Aufstieg des Nationalsozialismus zu einer vorsichtigen Akzeptanz der Gewaltanwendung unter ganz bestimmten Umständen hinbewegte. Schließlich gelangte sie nach mehreren tiefgreifenden mystischen Erfahrungen in ihren letzten Lebensjahren zu einer nuancierten und einzigartigen Sichtweise der Gewalt und der Bewahrung der Menschenwürde. E. Jane Doering untersucht und analysiert sorgfältig das Material in Weils Notizbüchern und weniger bekannten Aufsätzen, um ihr sich entwickelndes Denken über Gewalt, Krieg und Ungerechtigkeit zu beleuchten. Darüber hinaus geht Doering auf Weils Beschäftigung mit der Bhagavad Gita in ihren letzten Lebensjahren ein, einem Text, der Weils aktivistische und intellektuelle Suche nach moralischen Werten in einer gewalttätigen Welt neu orientierte und erleuchtete. Abgesehen von kleinen Auszügen ist keiner der vier Bände von Weils Notizbüchern, die erst kürzlich auf Französisch erschienen sind, ins Englische übersetzt worden. Simone Weil and the Specter of Self-Perpetuating Force (Simone Weil und das Gespenst der sich selbst aufrechterhaltenden Gewalt) enthält Doerings fachkundige Übersetzungen zahlreicher Notizbucheinträge. Das Buch wird sowohl für Weil-Forscher als auch für diejenigen von Interesse sein, die sich mit interdisziplinären Themen der Philosophie, Religionswissenschaft, Geschichte und Politikwissenschaft beschäftigen.

" Simone Weil and the Specter of Self-Perpetuating Force (Simone Weil und das Gespenst der sich selbst aufrechterhaltenden Gewalt) ist ein entscheidender Beitrag nicht nur zur Weil-Forschung, sondern zu allen Bemühungen, das Problem der Gewalt und die Quellen des Friedens zu verstehen. Die Studie verbindet nahtlos Erzählungen von Weils Leben und Denken im frühen zwanzigsten Jahrhundert mit denen von Menschen, politischen Bewegungen und Ereignissen, die sich auf der Weltbühne drehten. E. Jane Doering trägt dazu bei, ein plausibles Argument für den Optimismus zu formulieren, den Weil im Feuer ihres eigenen Leidens geschmiedet hat: Es gibt eine Gegenkraft zur Gewalt, und sie ist verfügbar, wenn wir uns dem Leben jenseits der Wahnvorstellungen widmen, die wir gewohnheitsmäßig kultivieren." -- Ann Pirruccello, Universität von San Diego.

"E. Jane Doerings Buch gibt uns einen neuen, eindringlicheren Blick auf die zentrale Botschaft von Simone Weil. Die 'Mine aus reinem Gold', auf die Weil in ihren letzten Tagen hinwies, wird hier scharf umrissen: die Möglichkeit der Gnade als Gegenkraft, die sich der unterdrückenden Gewalt wirksam entgegenstellen kann. Doerings Forschung ist tadellos und eröffnet Weil-Forschern auf Jahre hinaus neue Perspektiven." --John Marson Dunaway, Mercer Universität.

"E. Jane Doering befasst sich auf neuartige und aufschlussreiche Weise mit dem Konzept der Gewalt (und der sich selbst aufrechterhaltenden Gewalt) im Denken von Simone Weil, insbesondere in den verzweifelten Schriften der letzten Jahre ihres Lebens (1938-43) nach ihrer mystischen Erfahrung und ihrer Abkehr vom Pazifismus." --Lawrence Schmidt, Universität von Toronto.

"Jane Doering hat einen großen Dienst geleistet, indem sie viele von Weils Schriften ans Licht gebracht hat, die bisher kaum beachtet wurden. Dazu gehören vor allem zahlreiche unübersetzte frühe Werke über die sich verschlechternde politische Situation in Europa in den 1930er Jahren, Werke, die als von geringem historischem Interesse beiseite gelassen worden sind. Aber Prof. Doering hat uns allen in unserer gegenwärtigen Situation einen noch größeren Dienst erwiesen, indem er mit Hilfe dieser Werke Weils ewig gültige Einsichten über das Imperium der Gewalt und seine Alternativen zu ihr aufzeigt." -- Pfarrer Dr. Eric O. Springsted, Präsident der Amerikanischen Weil-Gesellschaft.

"Doering zeigt die Entwicklung des Denkens unseres französischen Philosophen über den 'Geist der Gerechtigkeit' als Ergebnis der Betrachtung klassischer Texte aus verschiedenen Zivilisationen sowie rein philosophischer Überlegungen. Der Autor dieses Werkes bringt auf innovative Weise die Gedanken von Albert Camus und Simone Weil über Gewalt und Gerechtigkeit zusammen. Doering zeigt überzeugend, dass Simone Weil einen spirituellen und politischen Schlüssel zur Lösung einiger Probleme bietet.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780268026042
Autor:
Verlag:
Sprache:Englisch
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:2010
Seitenzahl:294

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