Bewertung:

Das Buch „Models of Modelling“ von Weisberg wird als klarer und bedeutender Beitrag zur Wissenschaftsphilosophie gelobt, insbesondere im Hinblick auf die Verwendung von Modellen in der wissenschaftlichen Forschung. Die Leser schätzen den zugänglichen Schreibstil und die Tiefe der philosophischen Einsichten. Der Autor erörtert verschiedene Arten von Modellen, ihre Anwendungen und die Messung ihrer Wirksamkeit.
Vorteile:⬤ Klarer und zugänglicher Schreibstil, der komplexe philosophische Ideen leicht verständlich macht.
⬤ Aufschlussreiche Analyse der verschiedenen Arten von Modellen (konkrete, mathematische, rechnerische).
⬤ Vermittelt ein praktisches Verständnis von Modellierungsprozessen und der Beziehung zwischen Modellen und Zielsystemen.
⬤ Spricht sowohl Nichtfachleute als auch diejenigen an, die analytische Strenge suchen.
⬤ Fördert das kritische Denken über die Anwendung und Wirksamkeit von Modellen in der Wissenschaft.
⬤ Einige Leser waren der Meinung, dass die Diskussionen durch praktische Beispiele oder den Zugang zu tatsächlichen Modellen verbessert werden könnten.
⬤ Begrenzter Anreiz für diejenigen, die sich nicht für die Philosophie der Wissenschaft interessieren.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Simulation and Similarity: Using Models to Understand the World
In den 1950er Jahren überzeugte John Reber viele Kalifornier davon, dass die beste Lösung für das Problem der Wasserknappheit in Kalifornien darin bestünde, die Bucht von San Francisco aufzustauen. Gegen massiven politischen Druck überzeugten Rebers Gegner die Gesetzgeber davon, dass eine solche Maßnahme zu einer Katastrophe führen würde.
Sie taten dies nicht allein durch empirische Messungen, sondern auch durch die Konstruktion eines Modells. Simulation and Similarity erklärt, warum dies eine gute Strategie war, und bietet gleichzeitig eine Darstellung der Modellierung und Idealisierung in der modernen wissenschaftlichen Praxis. Michael Weisberg konzentriert sich auf konkrete, mathematische und computergestützte Modelle, wenn er das Wesen von Modellen, die Praxis der Modellierung und die Art der Beziehung zwischen Modellen und realen Phänomenen untersucht.
Zusätzlich zu einer sorgfältigen Analyse physikalischer, rechnerischer und mathematischer Modelle bietet Simulation and Similarity eine neuartige Darstellung der Beziehung zwischen Modell und Welt. Weisberg bricht mit der vorherrschenden Tradition, die die Analyse dieser Beziehung durch logische Begriffe wie Isomorphismus bevorzugt, und stellt stattdessen eine auf Ähnlichkeit basierende Darstellung vor, die er weighted feature matching nennt.
Bei der Entwicklung dieses Konzepts wurde darauf geachtet, dass man versteht, wie die Modellierung tatsächlich praktiziert wird. Folglich berücksichtigt sie die Art und Weise, in der die theoretischen Ziele der Wissenschaftler sowohl die Anwendungen als auch die Analysen ihrer Modelle prägen.