Bewertung:

Dr. Ralph Lewis geht in seinem Buch der Frage nach, wie Sinn und Zweck in einem säkularen Kontext existieren können, und greift dabei auf seine Erfahrungen als Psychiater zurück. Es stellt die Vorstellung in Frage, dass ein göttliches Wesen für Moral und Sinn notwendig ist, und bietet Erkenntnisse, die durch wissenschaftliche und philosophische Argumente gestützt werden. Während viele Leser das Buch als erhellend und zum Nachdenken anregend empfinden, kritisieren andere, dass es ihm an Tiefe mangelt und religiöse Überzeugungen abgelehnt werden.
Vorteile:Das Buch bietet eine einzigartige psychiatrische Perspektive mit persönlichen Geschichten, ist gut recherchiert mit wissenschaftlichen und philosophischen Erkenntnissen und liefert rationale Werkzeuge, um den Sinn des Lebens zu verstehen, ohne sich auf die Religion zu verlassen. Viele Leser fanden es erhellend, anregend und eine transformative Lektüre, die existenzielle Fragen mit Bedacht angeht.
Nachteile:Kritiker bemängeln, dass es dem Buch an Tiefe fehlt und es keine ausgewogene Sicht auf religiöse Überzeugungen bietet, sondern eher propagandistisch wirkt. Manche finden Teile des Buches trocken, wenn sie nicht an Psychologie interessiert sind, und es gibt Kommentare, dass es weniger inspirierend ist als erwartet.
(basierend auf 19 Leserbewertungen)
Finding Purpose in a Godless World: Why We Care Even If the Universe Doesn't
Ein Psychiater legt ein überzeugendes Argument dafür vor, wie menschliche Ziele und Fürsorge in einem spontanen und ungesteuerten Universum entstanden sind.
Kann es einen Sinn ohne Gott geben? In diesem Buch geht es darum, wie menschliche Absicht und Fürsorge, wie das Bewusstsein und absolut alles andere in der Welt, plausibel in einem spontanen Universum ungesteuert und von unten nach oben entstanden sein könnten.
Eine zufällige Welt - die nach allen wissenschaftlichen Erkenntnissen und trotz unserer Intuition die Welt ist, in der wir leben - wird allzu oft als nihilistisch, demotivierend oder ohne Moral und Sinn missverstanden. Auf der Grundlage jahrelanger, umfassender und intensiver klinischer Erfahrung als Psychiater und seiner eigenen familiären Erfahrung mit Krebs hilft Dr. Lewis den Lesern zu verstehen, wie Menschen mit zufälligen Widrigkeiten umgehen, ohne sich auf übernatürlichen Glauben zu verlassen. Wie er erklärt, ist die Auseinandersetzung mit dem Zufall zwar oft beängstigend, kann aber auch befreiend und ermutigend sein.
Lewis' Buch richtet sich an alle, die sich eine wissenschaftlich fundierte und dennoch humanistische Sicht der Welt wünschen, und untersucht, wie die Wissenschaft in die großen Fragen eindringt, die Religion und Philosophie beschäftigen. Er zeigt, wie unser Sinn für Zweck und Bedeutung mit der falschen Vorstellung verwoben ist, dass die Ereignisse in unserem Leben aus einem bestimmten kosmischen Grund geschehen und dass das Universum selbst einen inhärenten Zweck hat. Er räumt mit dieser Illusion auf und integriert die Erkenntnisse zahlreicher wissenschaftlicher Disziplinen, um zu zeigen, dass nicht nur das Universum, das Leben und das Bewusstsein, sondern auch Sinn, Moral und Bedeutung tatsächlich spontan und ungesteuert entstanden sein könnten. Es gibt überzeugende Beweise dafür, dass sich diese Qualitäten auf natürliche und unerklärliche Weise, biologisch und kulturell, im Menschen als bewusstes, zielgerichtetes soziales Tier entwickelt haben.
Der Autor erkennt zwar den sozialen und psychologischen Wert fortschrittlicher Formen der Religion an, übt aber auch respektvolle Kritik an den ausgefeiltesten theistischen Argumenten für ein zweckmäßiges Universum. Stattdessen bietet er eine evidenzbasierte, realistische und dennoch optimistische und einfühlsame Perspektive. Dieses Buch wird den Menschen helfen, die wissenschaftliche Weltsicht eines ungesteuerten, spontanen Universums als ehrfurchtgebietend und grundlegend für den Aufbau einer mitfühlenderen Gesellschaft zu betrachten.