Bewertung:

Das Buch bietet einen Bericht aus erster Hand über Zentralasien, in dem sich Reisebericht und außenpolitische Analyse vermischen. Es beleuchtet die Herausforderungen und Einflüsse der Region, insbesondere das Kapitel über Afghanistan. Mehrere Rezensenten kritisieren jedoch, das Buch sei veraltet, schlecht strukturiert und enthalte keine neuen Erkenntnisse.
Vorteile:Bericht aus erster Hand, aufschlussreich zur Außenpolitik, besonders relevante Kapitel (wie Afghanistan), breiter Umfang, gute Beschreibungen und sozio-politisch-ökonomische Analysen.
Nachteile:Veraltete Daten und Theorien, schlechte Struktur und Bearbeitung, keine zusammenhängende Geschichte, sich wiederholende Themen und Bedarf an mehr historischen Details und Quellen.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
Sinostan: China's Inadvertent Empire
Auf der Grundlage von mehr als einem Jahrzehnt des Schreibens, der Forschung und der Reisen bietet dieses Buch einen seltenen Einblick in Chinas wachsende wirtschaftliche, kulturelle und politische Macht im eurasischen Kernland.
Chinas Aufstieg verändert die Welt. Viel Aufmerksamkeit wurde der Frage gewidmet, wie sich Chinas geoökonomische Vision in der Weltwirtschaft auswirkt oder wie seine Technologie den Planeten umgestaltet, doch gerade jenseits seiner westlichen Grenzen, in Zentralasien, hat sich Chinas Einfluss in aller Stille auf eine noch tiefgreifendere Weise ausgebreitet. Hier befindet sich der erste Teil von Xi Jinpings großer Gürtel- und Straßeninitiative, Chinas neuer Seidenstraße in den Westen. Es ist das eurasische Kernland, in dem wir Chinas neue außenpolitische Vision und ihre Folgen verstehen können.
In Sinostan berichten zwei anerkannte Außenpolitikexperten von ihren Reisen durch Zentralasien, um den Finger am Puls der Zeit zu haben und die Geschichte von Chinas wachsendem Einfluss zu erzählen. Sie interviewen chinesische Händler auf den Basaren der modernen Seidenstraße, erklimmen abgelegene Bergpässe, die von Baumaßnahmen bedroht sind, sprechen mit afghanischen Archäologen, die jahrhundertealte buddhistische Ruinen retten müssen, bevor sie von Bergbauprojekten weggespült werden, treffen sich mit eifrigen jungen Zentralasiaten, die Mandarin lernen, und sitzen mit Beamten in allen fünf zentralasiatischen Hauptstädten zusammen, um Zeugen einer Region zu werden, die sich durch Pekings Präsenz zunehmend verändert. Ihre Geschichten und Erfahrungen veranschaulichen, wie sich Chinas außenpolitische Initiative vor Ort niederschlägt und was sie für diejenigen bedeutet, die sowohl innerhalb als auch außerhalb der Grenzen seines "ungewollten Imperiums" leben.