Bewertung:

Das Buch „Seat of Empire: The Embattled Birth of Austin, Texas“ von Jeffrey Stuart Kerr ist eine gut recherchierte, fesselnde Geschichte des frühen Austin, die die Etablierung der Stadt als Hauptstadt von Texas inmitten politischer Rivalitäten und Herausforderungen beschreibt. Es bietet eine reichhaltige Erzählung über die Persönlichkeiten und Ereignisse, die die frühen Jahre der Stadt geprägt haben.
Vorteile:Das Buch ist fesselnd und anschaulich, bietet solide historische Quellen, präsentiert einzigartige Einblicke in das tägliche Leben und bedeutende historische Ereignisse und zieht Parallelen zur modernen Politik. Es enthält umfassende Anmerkungen, ein Literaturverzeichnis und einen Index, was es zu einer wertvollen Quelle für Geschichtsinteressierte macht. Der Text ist durchdacht, gut ausgearbeitet und leicht verständlich.
Nachteile:Einige Leser könnten den dichten politischen Inhalt als Herausforderung empfinden, und diejenigen, die sich weniger für die Feinheiten historischer politischer Manöver interessieren, könnten das Buch nicht so ansprechend finden. Außerdem deuten einige Rezensionen darauf hin, dass einige Informationen alteingesessenen Einwohnern oder Kennern der texanischen Geschichte vertraut sein könnten.
(basierend auf 7 Leserbewertungen)
Seat of Empire: The Embattled Birth of Austin, Texas
Im Jahr 1838 blickte der texanische Vizepräsident Mirabeau B. Lamar nach einer erfolgreichen Büffeljagd von einer Hügelkuppe aus auf das Paradies zu seinen Füßen und sah in die Zukunft. Sein poetisches Auge bewunderte die atemberaubende Aussicht, die sich ihm bot, mit ihren wogenden Präriegräsern, die allmählich von Baumgruppen abgelöst wurden, und schließlich von ganzen Wäldern, die den glitzernden Colorado River in der Ferne säumten. Lamars ebenso beeindruckte Begleiter, denen schöne Landschaften nicht fremd waren, schlurften sprachlos in der Nähe umher. Doch wo diese Männer nur das Werk der Natur sahen, stellte sich Lamar eine prächtige, von Menschenhand geschaffene Verwandlung vor - Bäume in Gebäude, Prärie in Straßen und der Fluss selbst in eine belebte Wasserstraße. Und er wusste, dass er mit der Präsidentschaft der Republik Texas in der Hand bald in der Lage sein würde, diese Vision zu verwirklichen.
Die Gründung von Austin löste eine der ersten großen politischen Schlachten der Republik aus, in der zwei texanische Titanen gegeneinander antraten: Lamar, der in weniger als einem Jahr vom Gefreiten zum Vizepräsidenten aufgestiegen war, und Sam Houston, der Held von San Jacinto und ein Mann, der in der ganzen Republik sowohl geliebt als auch gehasst wurde.
Der schüchterne, sanftmütige und selbstgerechte Lamar träumte von einer großen imperialen Hauptstadt in der Wildnis, doch um dieses Ziel zu erreichen, musste er sich den Härten der Grenze, dem mächtigen Volk der Komantschen, der mexikanischen Armee und der gewaltigen politischen Macht von Houston stellen.