
Sixtus V: The Hermit of Villa Montalto
Wenn wir das Leben einer berühmten Persönlichkeit betrachten, insbesondere eines Papstes, der vor über vierhundert Jahren gelebt hat, dürfen wir nicht den Fehler machen, sein Leben mit unseren modernen Einstellungen und Vorurteilen zu betrachten. Als Ordensmann, der das Papstamt übernahm, brachte Sixtus V.
die Bräuche und Haltungen seiner Berufung mit. Sixtus' Geist der Armut und des Gehorsams war eine Herausforderung für den eher weltlichen römischen Hof, und er stammte ebenfalls aus bescheidenen Verhältnissen. Außerdem waren nur wenige Päpste vor ihrer Wahl vierzehn Jahre lang in der Dunkelheit - und sogar in Ungnade - geblieben.
Sixtus V.
steht vielleicht im Schatten der berühmteren Päpste Julius II. und Pius V.
Wir kennen die zeitgenössischen Biografien, die offizielle Versionen seines Lebens zu sein scheinen. In dieser neuen Biographie zeigt W. T.
Selley, dass Sixtus V. ein herausragendes Beispiel dafür ist, wie er das Rom der Renaissance nur fünfzig Jahre nach seiner Plünderung wieder aufbaut. Er war herausragend im Hinblick auf eine gute Stadtpolitik und erleichterte den Pilgern den Weg zu den Kirchen Roms erheblich.
Sixtus war enthaltsam und fromm, lebte zurückgezogen mit seiner verwitweten Schwester und erhielt den Spitznamen "Eremit der Villa Montalto". Auch in der Diplomatie war er sehr intelligent.
Sixtus' Beitrag zur päpstlichen Verwaltung hat bis in unsere Zeit hinein praktisch unversehrt überlebt. Man braucht sich nur die vielen Denkmäler Roms, die Obelisken und Brunnen, die Fresken und Kirchenfassaden anzuschauen, um eine Vorstellung vom Ausmaß dieses großen Papstes zu bekommen.