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Scepticism
Ursprünglich veröffentlicht im Jahr 1968. Der Skeptizismus wird im Allgemeinen als eine Position betrachtet, die, wenn sie richtig wäre, katastrophale Auswirkungen auf unsere alltäglichen und wissenschaftlichen Überzeugungen hätte.
Nach dieser Auffassung ist ein skeptisches Argument eines, das zu der intuitiv falschen Schlussfolgerung führt, dass wir nichts wissen können. Es gibt jedoch noch eine andere, viel vernachlässigte und radikalere Form des Skeptizismus, den Pyrrhonismus, der die Möglichkeit von Wissen weder leugnet noch akzeptiert und weniger als philosophische Position denn als Ausdruck einer philosophischen Lebensweise zu betrachten ist. Professor Naess vertritt die Auffassung, dass Sextus Empiricus' Skizze des pyrrhonischen Skeptizismus bei wohlwollender Interpretation die wesentlichen Elemente eines echten und rationalen skeptischen Standpunkts enthält.
Er beginnt mit einer kurzen Darstellung des Pyrrhonismus, argumentiert dann für die psychologische Möglichkeit dieser Art von Skepsis, verteidigt sie gegen gängige Einwände und untersucht einige ihrer Implikationen. In den letzten beiden Kapiteln wird die Rationalität des Pyrrhonismus detailliert untermauert, wobei er sich vor allem auf bestimmte methodologische Unterscheidungen in der Semantik stützt, die zum einen die Unfähigkeit des Pyrrhonisten, Behauptungen aufzustellen, rechtfertigen und zum anderen den Anwendungsbereich der neueren erkenntnistheoretischen Argumente gegen den Skeptizismus so einschränken, dass die darauf basierenden Schlussfolgerungen stark modifiziert werden.“.