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Scripturalizing Revelation: An African American Postcolonial Reading of Empire
Dardens Lektüre der Offenbarung untersucht die rhetorische Strategie des Sehers Johannes im Allgemeinen und die Bilder des Kaiserkults in den Kapiteln 4 und 5 im Besonderen durch die Brille einer afroamerikanischen Skripturalisierung, die durch postkoloniale Theorie ergänzt wird. Die Skripturalisierung geht davon aus, dass Johannes der Seher mit seinen Aussagen über das Imperium bewiesen hat, dass er sich des unterdrückenden Charakters des römischen Imperialismus für das Leben der asiatischen Christen in der Provinz durchaus bewusst war.
Dies wird durch seine kämpferische, unnachgiebige Haltung gegenüber der Teilnahme am kaiserlichen Kult deutlich. Doch ironischerweise schrieb Johannes die imperialen Prozesse und Praktiken um.
Johannes' koloniale Konstruktion als "fast gleich, aber nicht ganz gleich" hat zur Entwicklung einer Widerstandsstrategie geführt, die eine "verschwommene Kopie" der hegemonialen Taktiken des Römischen Reiches ist. Indem das Buch die potentielle Kooptation der Afroamerikaner durch das US-Imperium mit der in der Offenbarung thematisierten und ausgeführten Kooptation durch das Römische Reich in Beziehung setzt, argumentiert es, dass die afroamerikanische Bibelwissenschaft diese komplexen kulturellen Verhandlungen jetzt angemessen berücksichtigen muss, um nicht versehentlich das imperiale Tier zu füttern.