Bewertung:

Das Buch ist eine reichhaltige Erkundung des jüdischen Lebens im 19. Jahrhundert und verbindet Humor, Tragödie und historischen Kontext. Es zeichnet sich durch lebendige Charakterdarstellungen und eine unvorhersehbare Handlung in einem kulturell und historisch bedeutsamen Rahmen aus. Einige Leser waren jedoch der Meinung, das Buch sei zu lang und hätte von einem strafferen Lektorat profitieren können.
Vorteile:Die Geschichte besticht durch Überraschungen und Humor, eine hervorragende Übersetzung aus dem Hebräischen und lebendige Charakterdarstellungen. Der Schreibstil ist fesselnd und zieht die Leser in die Zeit und Kultur, in der sie spielt. Das Buch behandelt komplexe Themen im Zusammenhang mit jüdischer Identität, Tradition und Leid und ist gleichzeitig unterhaltsam erzählt. Es wird auch für seine Kreativität und die Tiefe der Charakterentwicklung gelobt.
Nachteile:Einige Leser fanden das Tempo zu langsam und das Buch zu langatmig und meinten, es enthalte sich wiederholende Passagen. Es wurden Bedenken geäußert, ob nichtjüdische Leser die kulturellen Anspielungen und den Humor voll verstehen könnten. Darüber hinaus fühlten sich einige Charaktere im Laufe der Geschichte weniger ausgeprägt an.
(basierend auf 35 Leserbewertungen)
Slaughterman's Daughter - Winner of the Wingate Prize 2021
GEWINNER DES WINGATE-PREISES 2021
SUNDAY TIMES „MUST READS“-AUSWAHL
ECONOMIST „BESTE BÜCHER DES JAHRES 2020“ AUSGEWÄHLT
KIRKUS REVIEWS „10 BÜCHER, AUF DIE MAN 2021 ACHTEN SOLLTE“ PICK
„Grenzenlose Phantasie und ein lebendiger Stil ... eine Heldin von unvergesslicher Kraft“ DAVID GROSSMAN
„Eine Geschichte von großer Schönheit und Überraschung“ GARY SHTEYNGART
Die Einwohner von Motal, einer abgelegenen, gottverlassenen Stadt in der Pale of Settlement, sind schockiert, als Fanny Keismann - hingebungsvolle Ehefrau, Mutter von fünf Kindern und gefeierte Käsemacherin - um zwei Stunden nach Mitternacht ihr Haus verlässt und in der Nacht verschwindet.
Zwar verschwinden die Ehemänner von Motal schon seit Jahren, aber eine Ehefrau und Mutter? Wer hat so etwas schon einmal gehört. Was in aller Welt ist in sie gefahren?
Könnte es etwas mit Fannys verschwundenem Schwager zu tun haben, der ihre Schwester vor fast einem Jahr verlassen hat und nach Minsk geflohen ist, um die Familie dem Elend und der Verzweiflung zu überlassen?
Oder könnte Fanny von Zizek Breshov weggelockt worden sein, dem geheimnisvollen Fährmann auf dem Fluss Jasselda, der auf seltsame Weise in derselben Nacht verschwunden zu sein scheint?
Sicherlich kann es keine Verbindung zwischen Fanny und dem seltsamen Mord am Straßenrand auf dem Weg nach Minsk geben, der Oberst Piotr Novak, Chef der russischen Geheimpolizei, den Kopf verdreht. Ein solches Verbrechen kann doch nichts mit Fanny Keismann zu tun haben, auch wenn die Einwohner von Motal über ihren Ruf als „vilde chaya“, als wildes Tier, murmeln...
Sicherlich nicht.
Übersetzt aus dem Hebräischen von Orr Scharf