
Soldados Razos at War: Chicano Politics, Identity, and Masculinity in the U.S. Military from World War II to Vietnam
Was waren die Katalysatoren, die mexikanisch-amerikanische Jugendliche dazu bewegten, sich im Zweiten Weltkrieg, in Korea oder Vietnam zu melden oder ihre Einberufungsbescheide bereitwillig anzunehmen? In Soldados Razos at War beschreibt der Historiker und Veteran Steven Rosales die Erfahrungen von Chicano-Soldaten, die für die Vereinigten Staaten kämpften. Er erklärt, warum diese Männer dienten, wie sie dienten und welche Auswirkungen ihr Dienst auf ihre Identität und ihr politisches Bewusstsein hatte.
Als sozialer Raum, der von seinem eigenen kriegerischen und männlichen Ethos durchdrungen ist, bietet das US-Militär eine ideale Möglichkeit, die Bestrebungen und Verhaltensweisen zu untersuchen, die in das zivile Leben dieser jungen Männer übergingen. Die Tradition des kriegerischen Bürgersinns bildet den Kern des Buches. Anhand reichhaltiger mündlicher Überlieferungen und Archivrecherchen untersucht Rosales das transformative Potenzial des Militärs mit besonderem Schwerpunkt auf sozioökonomischer Mobilität, Männlichkeit und politischem Aktivismus der Nachkriegszeit über drei Generationen hinweg.
Die nationalen kollektiven Anstrengungen, die für den Zweiten Weltkrieg und Korea charakteristisch waren, unterschieden sich deutlich von der stark spaltenden Natur des amerikanischen Engagements in Vietnam. Für die mexikanischen Amerikaner brachte der Militärdienst ein breites Spektrum an ideologischen Reaktionen mit sich, wobei die Ideale der einen oft im Gegensatz zu den anderen standen. Ein entscheidender Faktor, der diese unterschiedlichen Ergebnisse miteinander verband, war jedoch ein neu definiertes Selbstverständnis und die Bereitschaft, sich durch individuelles und kollektives Handeln für eine erstklassige Staatsbürgerschaft einzusetzen.