Bewertung:

Das Buch bietet eine detaillierte Analyse der antiken römischen Finanzen von 280 bis 168 v. Chr., wobei der Schwerpunkt auf den Einnahmen und den militärischen Kosten liegt. Es zeigt auf, wie Roms Integration der eroberten Völker und seine Finanzstrategien zu seiner lang anhaltenden Macht beitrugen.
Vorteile:Der Autor liefert eine gründliche und gut untermauerte Analyse, die sich auf eine breite Palette von Quellen stützt. Das Buch ist für diejenigen aufschlussreich, die sich mit dem antiken Rom auskennen, da es Roms einzigartige Finanzmethoden detailliert beschreibt, die es ihm ermöglichten, seine militärische Stärke mit minimalen Kosten aufrechtzuerhalten.
Nachteile:Gelegenheits-Historiker oder Personen, die mit der Materie nicht vertraut sind, könnten von der Detailfülle überwältigt sein, was die Leserschaft einschränken könnte.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Soldiers and Silver: Mobilizing Resources in the Age of Roman Conquest
In der Mitte des zweiten Jahrhunderts v.
Chr. hatte Rom nach fast hundert Jahren Krieg die Kontrolle über die gesamte Mittelmeerwelt erlangt und die anderen Großmächte der Region - Karthago, Makedonien, Ägypten und das Seleukidenreich - militärisch und finanziell unterworfen.
Doch wie konnte sich Rom trotz seiner relativen Armut und seiner häufigen zahlenmäßigen Unterlegenheit in entscheidenden Schlachten durchsetzen? Michael J. Taylor erklärt dieses überraschende Ergebnis, indem er die Rolle untersucht, die Arbeitskräfte und Finanzen spielten, und eine vergleichende Studie erstellt, die die militärischen Mobilisierungen und Steuereinnahmen aller fünf Mächte quantifiziert. Obwohl Rom der ärmste Staat war, verfügte es über die größte militärische Mobilisierung, da es aus einem Pool von Bürgern, Kolonisten und Verbündeten schöpfte, während es seinen reichsten Gegnern nicht gelang, ihre Einnahmen in große oder erfolgreiche Armeen umzuwandeln.
Taylor kommt zu dem Schluss, dass die Gewinnungsstrategien der einzelnen Staaten für die Kriegsführung jener Zeit entscheidend waren, da Staaten mit hoher Wehrpflicht und niedriger Besteuerung größere und erfolgreichere Armeen aufstellten als jene, die in erster Linie die Besteuerung maximieren wollten. Umfassend und detailliert bietet Soldiers and Silver eine neue und differenzierte Perspektive auf die politische Dynamik und Wirtschaft dieser antiken mediterranen Reiche.