Bewertung:

Das Buch bietet eine gut recherchierte Erkundung der Festkörperphysik des zwanzigsten Jahrhunderts und ihrer Auswirkungen auf die Technologie, die sowohl für Personen mit wissenschaftlichem Hintergrund als auch für allgemein an der Entwicklung der Physik interessierte Leser interessant ist.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert
⬤ fesselnde Erzählung
⬤ hebt die Bedeutung sowohl der reinen als auch der angewandten Wissenschaft hervor
⬤ informativ für diejenigen mit einem Hintergrund in Wissenschaft und Technik
⬤ fesselt die Aufmerksamkeit während des gesamten Buches.
Könnte für Leser, die mit wissenschaftlichen Konzepten nicht vertraut sind, zu detailliert sein; einige könnten den Schwerpunkt auf Festkörperphysik weniger relevant für ihre Interessen finden.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Solid State Insurrection: How the Science of Substance Made American Physics Matter
Die Festkörperphysik, die sich mit den physikalischen Eigenschaften von Festkörpern befasst, war das bevölkerungsreichste Teilgebiet der amerikanischen Physik im Kalten Krieg. Trotz zahlreicher Beiträge zur Verbraucher- und Medizintechnik, wie dem Transistor und der Magnetresonanztomographie, genoss sie in der Fachwelt weniger Prestige und öffentliche Aufmerksamkeit als die Kern- und Teilchenphysik.
Solid State Insurrection argumentiert, dass die Festkörperphysik für die Sicherung des enormen sozialen, politischen und finanziellen Kapitals, das die Physik des Kalten Krieges im zwanzigsten Jahrhundert genoss, unerlässlich war. Die technologische Ausrichtung der Festkörperphysik und ihre Infragestellung des von vielen Physikern hochgehaltenen Ideals der „reinen Wissenschaft“ trugen dazu bei, dass die Physik als Ganzes leichter auf den sozialen, politischen und wirtschaftlichen Druck des Kalten Krieges reagieren konnte. Durch ihre Forschung blieb die Physik wirtschaftlich und technologisch relevant und behielt ihr kulturelles Ansehen und ihren politischen Einfluss noch lange nachdem der Glanz des Manhattan-Projekts verblasst war.
Mit diesem Buch bringt Joseph D. Martin eine neue Perspektive auf einige der dauerhaftesten Fragen über die Rolle der Physik in der amerikanischen Geschichte.