Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 8 Stimmen.
Sounds from the Other Side: Afro-South Asian Collaborations in Black Popular Music
Eine sechzigjährige Geschichte der musikalischen Zusammenarbeit zwischen Afro- und Südasien.
Von Beyonc's von südasiatischer Musik inspirierter Super Bowl Halftime-Performance über Jazzkünstler wie John und Alice Coltrane, die indische Songstrukturen und Spiritualität in ihre Arbeit einfließen ließen, bis hin zu Jay-Zs und Missy Elliotts hochkarätiger Zusammenarbeit mit südasiatischen Künstlern aus der Diaspora wie Panjabi MC und MIA - afroamerikanische Musiker haben südasiatische Kulturproduktionen häufig in die Entwicklung der schwarzen Musikkultur einbezogen. Sounds from the Other Side spürt solchen Engagements durch eine interdisziplinäre Analyse der politischen Implikationen des südasiatischen Einflusses afroamerikanischer Musiker seit den 1960er Jahren nach.
Elliott H. Powell fragt, was passiert, wenn wir die südasiatischen Klangexplorationen schwarzer Musiker als etwas betrachten, das sich von denen ihrer weißen Gegenstücke unterscheidet. Er blickt auf die schwarzen Musikgenres Jazz, Funk und Hip-Hop und untersucht die Arbeit von Miles Davis, John Coltrane, Rick James, OutKast, Timbaland, Beyonc und anderen. Dabei zeigt er, dass afro-südasiatische Musik in den Vereinigten Staaten ein dynamischer, komplexer und widersprüchlicher kultureller Ort ist, an dem sich vergleichende Rassifizierung, transformative Gender- und Queer-Politik sowie Koalitionspolitik miteinander verbinden. Powell ordnet diese Kulturgeschichte in größere globale und nationale soziohistorische Zusammenhänge ein, die afroamerikanische und südasiatische Diasporagemeinschaften in den USA miteinander verbinden.
Der lange historische Bogen der afro-südasiatischen Musik in Sounds from the Other Side interpretiert solche musikalischen Aktivitäten als hochpolitische Unternehmungen und bietet ein wichtiges Gespräch über den interkulturellen musikalischen Austausch zwischen rassisch marginalisierten Musikern.