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Soviet Space Mythologies: Public Images, Private Memories, and the Making of a Cultural Identity
(Gewinner des Gardner-Lasser-Literaturpreises für Raumfahrtgeschichte 2021) Das sowjetische Raumfahrtprogramm für Menschen befand sich von Anfang an in einer Identitätskrise.
Waren die Kosmonauten heldenhafte Piloten, die ihr Raumschiff durch die Gefahren des Weltraums steuerten, oder waren sie lediglich Passagiere, die sicher an Bord vollautomatischer Maschinen saßen? Die Spannungen zwischen sowjetischen Kosmonauten und Raumfahrtingenieuren spiegelten sich nicht nur in der internen Entwicklung des Raumfahrtprogramms wider, sondern auch in der sowjetischen Propaganda, die zwischen der Anpreisung waghalsiger Helden und makelloser Technologien schwankte. Soviet Space Mythologies erforscht die Geschichte des sowjetischen Raumfahrtprogramms im politischen und kulturellen Kontext und widmet den beiden Berufsgruppen - Raumfahrtingenieuren und Kosmonauten -, die das Programm im Geheimen aufbauten und öffentlich repräsentierten, besondere Aufmerksamkeit. Auf der Grundlage neuerer Forschungen zu Gedächtnis und Identitätsbildung zeigt dieses Buch, wie sowohl die Mythen der offiziellen sowjetischen Geschichte als auch privat kursierende Gegenmythen als Instrumente des kollektiven Gedächtnisses und der beruflichen Identität dienten.
Diese Praktiken prägten das sich entwickelnde kulturelle Bild des Weltraumzeitalters in der populären sowjetischen Vorstellung. Sowjetische Weltraummythen sind eine wertvolle Quelle für Wissenschaftler und Studenten der Weltraum- und Technikgeschichte sowie der sowjetischen (und postsowjetischen) Geschichte.