
Social Dreaming, Associative Thinking and Intensities of Affect
Dieses Buch beschreibt eine Methode, Träume in einer Gruppe zu teilen, das so genannte „soziale Träumen“. Es untersucht, wie das Teilen realer nächtlicher Träume in einer Gruppe Informationen und Einblicke in uns selbst und in die Welten, in denen wir leben und die wir teilen, bieten kann.
Es wird untersucht, wie wir Traumbilder sowie Ideen und Gefühle, die sich aus diesen Bildern ergeben, in bewusste Gedanken umsetzen können, bevor die Möglichkeiten beschrieben werden, wie diese genutzt werden können. Mit einem psychosozialen Hintergrund und einem philosophischen Blickwinkel, der vom Werk von Gilles Deleuze beeinflusst ist, zeigt Julian Manley, wie soziales Träumen als ein Deleuzesches „Rhizom der Affekte“ verstanden werden kann, ein Netz oder eine Wurzelkonstruktion, in der die Dinge eher zufällig und spontan als auf sequentielle oder lineare Weise miteinander verbunden sind.
Er veranschaulicht, wie soziales Träumen Träume zu einer Collage von Bildern verknüpfen kann, und vergleicht dies mit dem Rhizom, in dem sich Cluster emotionaler Intensität - die aus den Traumbildern entstehen - mit anderen Clustern verweben und verbinden und so ein Netz miteinander verbundener Traumbilder und Emotionen bilden. Auf der Grundlage dieses Rhizoms entsteht eine Interpretation des sozialen Träumens als „Körper ohne Organe“ und der Matrix des sozialen Träumens als „glatter Raum“, in dem Bedeutungen aus der Art und Weise entstehen, wie diese Bilder Verbindungen bilden und je nach unseren Emotionen in einem bestimmten Moment kommen und gehen.