
Sociology in Post-Normal Times
Die Covid-19-Pandemie und die Verwerfungen des Klimawandels sind Merkmale postnormaler Zeiten.
In Sociology in Post-Normal Times behauptet Charles Thorpe, dass das moderne Projekt der Schaffung von Normalität innerhalb des Nationalstaates gescheitert ist. Die Soziologie, die Wissenschaft von der sozialen Reform, spielt dabei eine zentrale Rolle.
Unter Bezugnahme auf die Arbeiten bahnbrechender Theoretiker wie Zygmunt Bauman und Anthony Giddens vertritt Thorpe die Auffassung, dass die „Gesellschaft“ der Soziologie nicht mehr lebensfähig ist, weil die Globalisierung der Sozialreform ein Ende gesetzt hat, so dass die Annahmen und Ziele der Soziologie hinter sich gelassen werden müssen, um eine neue globale Menschheit zu schaffen. Angesichts der Pandemie und des Klimawandels fordert die Soziologie in postnormalen Zeiten nicht weniger als die Geburt einer globalen Menschheit jenseits der Nationalstaaten als Voraussetzung für das Überleben der Menschheit.