
Language in African Social Interaction - Indirectness in Akan Communication
Während in afrikanischen Gesellschaften die einfache oder direkte Sprache wegen ihrer pragmatischen Klarheit geschätzt wird, werden Implizitheit, Indirektheit, Vagheit, Weitschweifigkeit, Mehrdeutigkeit und sogar Vermeidung noch mehr geschätzt und bevorzugt, vor allem wenn der Gegenstand der Kommunikation schwierig oder gesichtsbedrohend ist.
Verbale Indirektion, die kommunikative Strategie, bei der Interagierende auf Direktheit verzichten, um Krisen zu vermeiden oder „Schwierigkeiten“ zu kommunizieren und so ihre Äußerungen gesichts- und höflichkeitskonform zu gestalten, ist in der afrikanischen (Akan) sozialen Interaktion allgegenwärtig. Dieses bahnbrechende Buch untersucht verschiedene sprachliche und diskursive Mittel, die Sprecher einsetzen, wenn sie sich indirekt äußern.
Zu den erörterten sprachlichen und diskursiven Strategien gehören die Verwendung von Pronomen, die nicht zueinander passen, Substantive (insbesondere sprichwörtliche Namen und andere Namen mit indirekter Bedeutung), Ausweichmanöver, Absicherungen und verschiedene Formen von Vorsequenzen (die dazu beitragen, vermeintliche Hindernisse bei Sprechakten wie Ankündigungen, Bitten oder Einladungen zu beseitigen), die Anerkennung von Zumutungen, Sprichwörter, Metaphern, Anspielungen, Euphemismen, Umschreibungen, Rätsel, Märchen, Hyperbeln und die Kommunikation über Vermittler oder Stellvertreter.