
Languaging Class: Reflecting on the Linguistic Articulations of Structural Inequalities
In diesem Band wird die Frage der sozialen Klasse unter dem Gesichtspunkt ihrer sprachlichen Ausdrucksformen untersucht.
Wie Machin und Richardson (2008) feststellten, "können Diskurse auf verschiedene Weise betrachtet werden: als (oft gleichzeitig) Ausdruck von Klassenstrukturen, als Ort von Klassenungleichheiten, als Ausdruck von Klassenidentitäten oder Klassenbewusstsein und/oder als konstituierender Teil von performativen Klassenhandlungen". Einige der Beiträge, aus denen sich der Band zusammensetzt, wurden auf einer Konferenz an der Universität Cagliari, Italien, im Jahr 2017 vorgestellt und folgten der Aufforderung, die Rolle der Sprache bei der Reflexion, Aufrechterhaltung, Umsetzung und Verbreitung von Ideen über soziale Klasse in literarischen und nicht-literarischen Texten und Diskursen in jedem kulturellen oder sprachlichen Umfeld zu analysieren.
Dieser Band möchte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Disziplinen und akademischen Bereichen, die in den letzten Jahrzehnten die Reflexion über strukturelle Ungleichheiten zugunsten von Studien über ethnische, geschlechtliche und kulturelle Identitäten gescheut haben, dazu ermutigen, das Konzept der sozialen Klasse wieder aufzugreifen und sich auf neue Weise damit auseinanderzusetzen. Die Vielfalt der in den Kapiteln vertretenen Ansätze - von der eher traditionellen Soziolinguistik über die Anthropologie bis hin zu Literatur- und Diskursstudien - und kulturellen Kontexte - mit Fallstudien aus drei Kontinenten - zeigt, dass soziale Klasse ein produktives und aufschlussreiches Konzept ist, um zu versuchen, der sozialen Reproduktion und dem sozialen Wandel (wieder) einen Sinn zu geben.