Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 13 Stimmen.
Trail of Footprints: A History of Indigenous Maps from Viceregal Mexico
Trail of Footprints bietet einen intimen Einblick in die Herstellung, Verbreitung und Verwendung indigener Karten aus dem kolonialen Mexiko. Eine Sammlung von sechzig größtenteils unveröffentlichten Karten aus dem späten sechzehnten bis zum achtzehnten Jahrhundert, die in der südlichen Region Oaxaca angefertigt wurden, bildet den Ausgangspunkt für eine Analyse der Art und Weise, wie ethnisch unterschiedliche Gesellschaften im kolonialen Umfeld Wissen produzierten.
Die Herstellung von Karten, so Hidalgo, war Teil eines epistemologischen Wandels, der mit der Aushandlung von Land und natürlichen Ressourcen zwischen den spanischen, indianischen und gemischtrassigen Gemeinschaften der Region zusammenhing. Das Handwerk der Kartenerstellung stützte sich auf das soziale Gedächtnis, auf indigene und europäische Vorstellungen von Raum und Ritual sowie auf spanische Rechtspraktiken, mit denen räumliche Grenzen in der Neuen Welt angepasst werden sollten. Die indigene Kartenherstellung brachte eine Reihe von sozialen Akteuren zusammen - indianische Führer, Eingeborenenstädte, Notare, Landvermesser, Richter, Handwerker, Händler, Maultiertreiber, Sammler und Maler -, die sich an der kritischen Beobachtung der geografischen Merkmale der Region beteiligten.
Die Nachfrage nach Karten führte zu einer Neugestaltung der Technologien zur Herstellung von Farbstoffen, Klebstoffen und Papier, die sich aus der indianischen Botanik und Experimentierfreude, dem transatlantischen Handel und der iberischen Notariatskultur speisten. Die Karten in dieser Studie spiegeln eine regionale Perspektive wider, die mit der dezentralen Organisation Oaxacas, seiner strategischen Lage inmitten eines Netzes wichtiger Handelsrouten, die Zentralmexiko mit Mittelamerika verbanden, und der Rauheit und Vielfalt seiner Landschaft zusammenhängt.