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States of Violence: An Essay on the End of War
Nach Ansicht des politischen Philosophen Fr d ric Gros werden die traditionellen Vorstellungen von Krieg und Frieden gegenwärtig durch Vorstellungen von Intervention und Sicherheit ersetzt. Doch auch wenn wir von einem Ende des Krieges sprechen können, bedeutet dies nicht, dass die Gewalt ein Ende hat.
Im Gegenteil, Gros argumentiert, dass wir Zeugen einer Neukonfiguration unserer Vorstellungen von Krieg sind, die zu neuen Formen der Gewalt führt: Terroranschläge, bewaffnete Gruppen, die um Territorien ringen, der Einsatz von Präzisionsraketen und der gefährliche Glaube, dass Konflikte ohne Opfer ausgetragen werden können. In States of Violence erklärt Gros, wie Kriege einst geführt wurden, um die Macht einer Stadt, eines Imperiums oder eines Staates zu verteidigen oder zu vergrößern, doch heute richten sich Konflikte gegen die Zerbrechlichkeit des Einzelnen und basieren auf einer Logik der einseitigen Zerstörung, die der benachteiligten Zivilbevölkerung zugefügt wird.
Während der Krieg früher als gerechtfertigtes Blutvergießen rationalisiert wurde, konzentrieren sich diese neuen Gewaltzustände stattdessen auf das Spektakel von krassem, öffentlichem zivilem Leiden. Indem er die Geschichte der Konfliktphilosophie im westlichen Diskurs nachzeichnet, bietet Gros eine anregende und zeitgemäße Kritik der zeitgenössischen Vorstellungen von Krieg und Terror.