
Urban Development in the Margins of a World Heritage Site: In the Shadows of Angkor
Dieser Band befasst sich mit der Beziehung zwischen der UNESCO-Welterbestätte Angkor (Kambodscha) und der nahe gelegenen Stadt Siem Reap. Während sich frühere Arbeiten über Kulturerbestätten hauptsächlich auf geschützte Gebiete konzentrierten, verlagert dieses Buch die Aufmerksamkeit auf die Ränder, wo eine schädliche, tourismusgetriebene Stadtentwicklung stattfinden kann.
Durch die Abgrenzung einer geschützten Stätte wird ein Raum außerhalb des Kulturerbes geschaffen, in dem es zu räumlicher Fragmentierung, störenden Entwicklungsprozessen und ungerechten Machtspielen kommen kann. Im Kambodscha der Nachkriegszeit haben die Liberalisierung und das kollektive Streben nach Fortschritt einen starken Anreiz zur Modernisierung geschaffen. In der Arena der Stadtentwicklung konkurrieren kontroverse Interessen, und die Immobilienentwicklung hat Vorrang vor dem geplanten Wachstum.
Gleichzeitig lässt die Randlage von Siem Reap eine gewisse Freiheit in der architektonischen und städtebaulichen Gestaltung zu. Im Schatten der institutionellen Kontrolle bringt dieser architektonische Raum alternative Visionen des Khmer-Erbes zum Ausdruck und verbindet sie mit Vorstellungen von urbaner Modernität.