
Urban Society and Monastic Lordship in Reading, 1350-1600
Hinterfragt die gängige Sichtweise der turbulenten und gewalttätigen Beziehungen zwischen Stadt und Abtei durch eine Kombination traditioneller und neuer Forschungstechniken.
Die Macht der mittelalterlichen Kirche reichte weit über den religiösen Bereich hinaus. Bischöfe und Klöster besaßen die Herrschaft über weite Teile des Reiches und verfügten oft über politische und gerichtliche Befugnisse, die über die der weltlichen Herren hinausgingen.
Durch die Kombination traditioneller Forschungsmethoden mit der Analyse sozialer Netzwerke geht der Autor über den Fokus auf die politischen Eliten und institutionalisierte Körperschaften wie die Korporation hinaus, um die Mitglieder der unteren Schichten der Gesellschaft und ihre Interaktion mit den aufeinanderfolgenden Regierungsbehörden zu untersuchen. Durch eine detaillierte Untersuchung der Regierungs-, Zunft-, Gemeinde- und Testamentsakten von Reading präsentiert dieses Buch eine Sichtweise auf die Beziehungen zwischen Stadt und Abtei, die weitgehend gewaltfrei ist und damit die eher traditionelle Charakterisierung in Frage stellt.