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Stalin's Nomads: Power and Famine in Kazakhstan
Robert Kindlers bahnbrechendes Werk ist ein umfassender und beunruhigender Bericht über die sowjetische Kampagne zur gewaltsamen Sesshaftmachung und Kollektivierung der kasachischen Clans. Stalin und sein innerer Kreis betrachteten das Nomadenleben als unproduktiv und ihr Land als ungenutzt und unbestellt und verfolgten eine Kampagne der Gewalt und Unterwerfung, anstatt einen Dialog oder eine kulturelle Assimilation zu versuchen.
Die Folgen waren katastrophal, denn der Konflikt und die darauf folgende Hungersnot (1931-1933) forderten den Tod von fast einem Drittel der kasachischen Bevölkerung. Hunderttausende von Nomaden wurden zu Flüchtlingen, und die nomadische Kultur und die soziale Ordnung wurden in weniger als fünf Jahren weitgehend zerstört.
Kindler liefert eine eingehende Analyse der sowjetischen Herrschaft, der wirtschaftlichen und politischen Beweggründe und der Rolle der entfernten und lokalen sowjetischen Beamten und Kasachen während der Krise. Dies ist die erste englischsprachige Übersetzung einer wichtigen und erschütternden Geschichte, die dem westlichen Publikum vor Kindlers Studie weitgehend unbekannt war.