
Tribal Philosophy
Die Welt der indischen Stämme ist noch unentdeckt und erscheint dem Normalbürger oft rätselhaft. Ihr eigentümliches Glaubenssystem, die Verehrung unzähliger Geister, Tiere, Pflanzen, Hügel, Flüsse und Berge machen das Geheimnis noch größer. Auch heute noch entziehen sich ihre Weltanschauung, ihr Lebensstil, ihre Rituale und ihr Wertesystem dem Verständnis der Mainstream-Gesellschaft.
Die Stämme werden oft als reine Animisten ohne Philosophie abgetan. Wissenschaftler haben sich bisher hauptsächlich mit den anthropologischen Aspekten der Stämme befasst. Dieses Buch ist der erste systematische Versuch, sich mit den Stämmen unter dem Gesichtspunkt der Philosophie zu befassen. Das Werk geht über das hinaus, was an der Oberfläche über die Stämme erscheint, und taucht in ihre Welt der Kosmologie, Metaphysik, Ästhetik, Erkenntnistheorie und Eschatologie, der Mensch-Tier-Natur-Beziehungen, Götter, Geister, Körper und Seele ein.
Obwohl es sich bei dem Buch um ein philosophisches Werk handelt, vermeidet es trockene und schwerfällige _ philosophische Abläufe; letztlich gelingt es ihm aber, die Philosophie der Stammesgemeinschaft auf eine Weise darzustellen, die auch für den allgemeinen Leser ansprechend ist. Zahlreiche Legenden und Volksmärchen wurden philosophisch interpretiert, um ihnen gegenüber der vedischen Philosophie und der christlichen Philosophie einen vernünftigen Sinn zu geben; und so verspricht das Buch eine exotische Reise in die Welt der Stämme zu werden.