Bewertung:

Das Buch „Dams, Displacement and the Delusion of Development“ von Allen und Barbara Isaacman bietet eine umfassende und detaillierte Untersuchung des Cahora-Bassa-Staudammprojekts in Mosambik und beleuchtet die damit verbundenen Kontroversen und Umweltauswirkungen. Das Buch befasst sich mit den historischen, politischen und sozialen Dimensionen der Entwicklung und ist damit eine unverzichtbare Lektüre für das Verständnis der Widersprüche in der modernen Entwicklungspraxis.
Vorteile:⬤ Umfassende und genaue Darstellung der Probleme im Zusammenhang mit dem Cahora-Bassa-Damm
⬤ Gründliche historische und kontextuelle Analyse
⬤ Verbessert das Verständnis der Widersprüche in der modernen Entwicklung
⬤ Richtet sich an ein breites Publikum
⬤ Unverzichtbare Lektüre für alle, die sich für Umwelt- und Sozialfragen interessieren.
Das Buch enthält viele historische Details, die manche Leser überfordern könnten; die Komplexität der Themen könnte für diejenigen, die keine Vorkenntnisse haben, eine Herausforderung darstellen.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Dams, Displacement, and the Delusion of Development: Cahora Bassa and Its Legacies in Mozambique, 1965-2007
Der Cahora-Bassa-Damm am Sambesi-Fluss, der in den frühen 1970er Jahren in den letzten Jahren der portugiesischen Herrschaft gebaut wurde, war das letzte große Infrastrukturprojekt, das während der turbulenten Ära der Entkolonialisierung in Afrika errichtet wurde. Ingenieure und Hydrologen lobten den Damm für seine technische Komplexität und die Fähigkeiten, die für den Bau des damals fünftgrößten Megastaudamms der Welt erforderlich waren.
Die portugiesischen Kolonialbeamten verwiesen auf die Vorteile, die sie sich von dem Damm versprachen - von der Ausweitung der Bewässerungslandwirtschaft und der europäischen Besiedlung über die Verbesserung der Transportmöglichkeiten im gesamten Sambesi-Tal bis hin zur Verringerung von Überschwemmungen in diesem Gebiet mit seinen unvorhersehbaren Regenfällen. „Das Projekt führte jedoch zu einer Kaskade von Vertreibungen, Gewalt und Umweltzerstörung.
Die Elektrizität kam nur wenigen Mosambikanern zugute, selbst nachdem die ehemalige Guerilla der FRELIMO (Frente de Liberta o de Mo ambique) an die Macht gekommen war; stattdessen förderte sie die Industrialisierung im Südafrika der Apartheid.“ (Richard Roberts) Diese eingehende Studie über die Region untersucht die vorherrschende entwicklungspolitische Erzählung, die den Staudamm umgibt, berichtet über die ständige Gewalt, die seine Existenz begleitet hat, und gibt bisher ungehörten Erzählungen über Zwangsarbeit, Vertreibung und das historische und aktuelle Leben im Schatten des Staudamms eine Stimme.