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Voices of Drought: The Politics of Music and Environment in Northeastern Brazil
In Voices of Drought (Stimmen der Dürre) schlägt Michael B. Silvers eine Wissenschaft vor, die sich auf Umweltgerechtigkeit konzentriert, um Schlüsselfragen in der Erforschung von Musik und Umwelt zu verstehen.
Seine ökomusikologische Perspektive bietet einen faszinierenden Ansatz für die Ereignisse in Cear, einem nordöstlichen brasilianischen Bundesstaat, der von verheerenden Dürreperioden betroffen ist. Diese Krisen haben tiefgreifende Auswirkungen auf die sozialen Unterschiede und die Schichtung und damit auch auf die Musik im Serto (Hinterland) der Region. Gleichzeitig tragen die komplexen Wechselwirkungen zwischen populärer Musik und sozialen Bedingungen auch zur Gestaltung des Umfelds bei.
Silvers bietet Fallstudien mit Schwerpunkt auf dem sert o, die vom brasilianischen Wachs, das in Cear für frühe Wachszylinder-Tonaufnahmen geerntet wurde, bis zur dürre- und sparbedingten Absage der Karnevalsfeiern in den Jahren 2014-16 reichen. Indem er Verbindungen zwischen Musik und den ökologischen und sozialen Kosten der Dürre aufdeckt, untersucht seine gewagte Synthese ökologisches Exil, Armut und ungleichen Zugang zu Wasserressourcen neben Themen wie Korruption, Vorurteilen, ungezügeltem Kapitalismus und expandierendem Neoliberalismus.