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Second Generation Voices: Reflections by Children of Holocaust Survivors and Perpetrators
Als Erben des Erbes von Auschwjtz galten die Kinder und Enkelkinder von Holocaust-Überlebenden und -Tätern schon immer als durch Angst und Wut, Misstrauen und Scham getrennt. Diese bahnbrechende Studie bietet ein Forum, in dem jede Gruppe offen über die Belastungen und Herausforderungen nachdenkt, die sie geerbt hat.
In diesen sehr persönlichen und oft dramatischen Stücken kommen verständliche Unterschiede zum Vorschein. Die jüdische zweite Generation wird durch die Suche nach Erinnerung und Familie geeint. Ihre deutschen Kollegen erleben das Gegenteil.
Und doch werden überraschende Gemeinsamkeiten deutlich.
Beide Gruppen stammen aus Haushalten, in denen der Holocaust aus sehr unterschiedlichen Gründen verschwiegen wurde. Jeder kämpft darum, diese Barriere des Schweigens zu durchbrechen.
Jeder hat miterlebt, wie die Eltern überlebten, und muss sich damit auseinandersetzen, in Haushalten zu leben, die von Leugnung heimgesucht werden. Und jeder weiß, dass es seine Aufgabe ist, den Holocaust für künftige Generationen zu gestalten. Natürlich gibt es unter den Gruppen Meinungsverschiedenheiten über die Notwendigkeit - oder die Weisheit - des Dialogs.
Doch Second Generation Voices schafft mutig eine authentische Grundlage für die Diskussion. Themen wie Schuld, Wut, religiöser Glaube und Verantwortlichkeit werden in tief empfundenen Gedichten, Essays und Erzählungen erkundet. Sowohl Juden als auch Deutsche sprechen offen über die Bildung und Bestätigung ihrer eigenen Identität, die Rückbesinnung auf ihre Wurzeln und die Aufarbeitung ihres eigenen „psychologischen Holocausts“.
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