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Pride Parades: How a Parade Changed the World
Am 28.
Juni 1970 zogen zweitausend schwule und lesbische Aktivisten in New York, Los Angeles und Chicago durch die Straßen ihrer Städte, um eine neue Art des sozialen Protests zu demonstrieren, der von Feiern, Spaß und dem schamlosen Bekenntnis zu einer stigmatisierten Identität geprägt war. Fünfundvierzig Jahre später nehmen jährlich über sechs Millionen Menschen an 115 Pride-Paraden in den Vereinigten Staaten teil.
Sie marschieren mit Kirchengemeinden und College-Gay-Straight-Alliance-Gruppen, führen Tanzroutinen und Marschmusiknummern auf und treffen sich mit Freunden, um vom Rand aus zu jubeln. Mit lebendigen Bildern und den Stimmen der Teilnehmer erzählt Pride Parades die Geschichte der Pride von ihren Anfängen im Jahr 1970 bis 2010. Obwohl sie oft als frivole Spektakel abgetan werden, liefert die Autorin überzeugende Argumente für die Bedeutung der Pride Parades als kulturelle Proteste im Herzen der lesbischen, schwulen, bisexuellen und transgender (LGBT) Gemeinschaft.
Anhand von Interviews, Archivberichten, quantitativen Daten und ethnografischen Beobachtungen bei sechs verschiedenen zeitgenössischen Paraden in New York City, Salt Lake City, San Diego, Burlington, Fargo und Atlanta beschreibt Bruce, wie Pride-Paraden den Teilnehmern die Möglichkeit bieten, das alltägliche kulturelle Stigma des Queer-Seins in Amerika herauszufordern - und das mit einem Flair und einem Sinn für Spaß, der bei typischen Protesten fehlt. Im Gegensatz zu diesen politischen Protesten, die darauf abzielen, Gesetze und Politiken der Regierung zu ändern, sind Pride Parades koordinierte, konzertierte Versuche, die Stellung von LGBT-Menschen in der amerikanischen Kultur zu verbessern.