
Student Lives in Crisis: Deepening Inequality in Times of Austerity
Der größte soziale Wandel in Europa in den letzten zwanzig Jahren besteht darin, dass heute fast die Hälfte der jungen Menschen in Europa eine Hochschule besucht.
Doch trotz dieser beispiellosen Zahl von Hochschulbesuchen bleiben die Lebenserfahrungen der Studierenden weitgehend undokumentiert. Diese empirisch fundierte Analyse konzentriert sich auf die Auswirkungen der Finanzkrise und der Sparmaßnahmen und vergleicht das Leben von Hochschulstudenten aus drei sehr unterschiedlichen europäischen Wohlfahrtssystemen: Italien, England und Schweden.
Durch die Gegenüberstellung des Zugangs zu sozialer Unterstützung - in Verbindung mit der Rolle der Familie, des Staates und des Arbeitsmarktes nach dem Studium - zeigt Student Lives in Crisis die oft übersehenen sozialen Realitäten der Studierenden sowie die Auswirkungen ihrer gemeinsamen Erfahrungen mit finanzieller Unsicherheit auf. Anhand von Fragebögen und persönlichen Interviews deckt Lorenza Antonucci die falschen Vorstellungen auf, die hinter vielen hochschulpolitischen Maßnahmen in Europa stehen, und zeigt, dass die Teilnahme an der Universität die Ungleichheiten zwischen jungen Menschen mit unterschiedlichem sozialem Hintergrund eher verschärft als verringert.