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Going to College in the Sixties
Stellen Sie sich vor, Sie gingen in den sechziger Jahren aufs College: die Proteste und Märsche, die Teach-ins und Sit-ins, die Drogen, der Sex und der Rock 'n' Roll - hip, elektrisch, psychedelisch. Nicht so schnell, sagt der Bestseller-Historiker John R. Thelin. Sogar an radikalisierten Universitäten koexistierten unberechenbare Studentendemonstrationen mit dem "Business as usual" einer staatlichen Vorzeigeuniversität: Leichtathletik, Burschenschaften und Studentenverwaltung.
In Going to College in the Sixties interpretiert Thelin die Welt auf dem Campus neu, die in einem der dramatischsten Jahrzehnte der amerikanischen Geschichte geprägt wurde. Indem er alle Phasen der College-Erfahrung rekonstruiert, erforscht Thelin, wie Studenten um die Zulassung konkurrierten, wie sie in einer Ära vor Pell Grants für das College bezahlten, wie sie mit überfüllten Klassen und Wohnheimen zurechtkamen, wie sie Bedenken über den Lehrplan äußerten, wie sie sich mit den neuen Spannungen im großen College-Sport auseinandersetzten und wie sie Diskriminierung überwanden. Thelin ergänzt seine anekdotischen Erfahrungen mit einem Überblick über wegweisende staatliche und bundesstaatliche Maßnahmen und Programme, die die Hochschulbildung prägen, mit einem chronologischen Blick auf die Medienberichterstattung über College-Campus im Laufe des Jahrzehnts und mit einer Darstellung der institutionellen Veränderungen in Bezug auf Lehrpläne und Verwaltung.
Durch die Kombination von Studentenerinnerungen, Campus-Publikationen, mündlichen Erzählungen und Wochenschauen mit Archivquellen und institutionellen Aufzeichnungen geht das Buch über oberflächliche Stereotypen über das Studieren in den Sechzigern hinaus. Das Buch ist sozial- und politikgeschichtlich fundiert und richtet sich sowohl an eine neue Generation von Wissenschaftlern als auch an Ehemalige dieser Zeit.