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Subversive Spirits: The Female Ghost in British and American Popular Culture
Das Übernatürliche ist in der Literatur, im Fernsehen und im Film außerordentlich populär geworden. Vampire, Zombies, Werwölfe, Hexen und Zauberer sind zu einem festen Bestandteil der Unterhaltungsindustrie geworden, und viele dieser Figuren wurden von der Kritik ausführlich behandelt. Aber eine Figur ist im Schatten geblieben - der weibliche Geist. Das weibliche Gespenst ist von Natur aus grenzwertig und oft buchstäblich unsichtbar, aber es taucht dennoch in allen Genres auf. Subversive Geister: Der weibliche Geist in der britischen und amerikanischen Populärkultur bringt diese Figur ans Licht und untersucht ihre kulturelle Bedeutung in einer Vielzahl von Medien von 1926 bis 2014. Robin Roberts argumentiert, dass es sich lohnt, den weiblichen Geist zu studieren, weil er uns etwas über die weibliche Subjektivität in kulturellen Kontexten erzählen kann.
Subversive Geister untersucht Erscheinungen des weiblichen Geistes in Kulturdenkmälern, im Theater, im Hollywood-Film, in der Literatur und im Fernsehen in den Vereinigten Staaten und im Vereinigten Königreich. Was diese unterschiedlichen weiblichen Gespenster zusammenhält, ist ihre unheimliche Fähigkeit, geschlechtsspezifische Annahmen zu unterbrechen, zu beleuchten und in Frage zu stellen. Wie andere übernatürliche Figuren auch, verändert sich das weibliche Gespenst im Laufe der Zeit, insbesondere als Reaktion auf Veränderungen der Geschlechterrollen.
Roberts' Analyse beginnt mit komödiantischen weiblichen Gespenstern in Literatur und Film und wendet sich dem Horror zu, indem sie das erfolgreiche Theaterstück Die Frau in Schwarz und die Legende der weinenden Frau, La Llorona, untersucht. Anschließend ordnet Roberts die kanonischen Werke von Maxine Hong Kingston und Toni Morrison in die Tradition des weiblichen Gespenstes ein, um zu untersuchen, wie das Gespenst benutzt wird, um den Kampf und den Schmerz farbiger Frauen darzustellen. Roberts analysiert außerdem Kulturerbestätten, die den weiblichen Geist als freundlichen und einladenden Erzähler für Touristen einsetzen. Das Buch schließt mit einem Vergleich zwischen der britischen und der amerikanischen Version der Fernsehserie Being Human, in der das weibliche Gespenst seinen Einfluss ausweitet und zur Mutter und Retterin der gesamten Menschheit wird.