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Sulla: Politics and Reception
Dieses Buch bringt eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern zusammen, um neue Perspektiven auf das politische Wirken und das Nachleben des Diktators Lucius Cornelius Sulla Felix (138-78 v.
Chr.), einer der wichtigsten Figuren in der komplexen Geschichte des letzten Jahrhunderts der römischen Republik, aufzuzeigen. Sie geht über den Marsch auf Rom, die Gewalt der Proskriptionen oder die Logik seiner politischen Reformen hinaus und veranschaulicht anhand von Fallstudien seine Beziehungen zur römischen Bevölkerung, zu den unterworfenen Völkern des griechischen Ostens und zu seinen eigenen Anhängern, sowohl Veteranen als auch Eliten, wobei sie seine langfristigen politischen Auswirkungen und zuweilen auch die Grenzen seiner Machtausübung hervorhebt.
In den Kapiteln über die Rezeption wird die Dichotomie von Sulla als Tyrann und Reformer neu bewertet, wobei der Schwerpunkt auf Cicero liegt, aber auch seine Bedeutung für Sallust und seine Charakterisierung als Gegenpol zum Philhellenismus in griechischen Schriftstellern der Kaiserzeit untersucht werden. Sulla war nicht einfach, weder als historische Figur noch als Vorbild, und die Fallstudien in diesem Buch nutzen den doppelten Ansatz von Politik und Rezeption, um neue Lesarten von Sullas Zielen und Wirkung im In- und Ausland zu bieten, und warum er für Autoren von Sallust bis Plutarch und Aelian interessant blieb.