Bewertung:

Das Buch wird wegen seiner schönen Illustrationen und seines informativen Inhalts über Surfbretter gut aufgenommen und ist ein tolles Geschenk für Surfer und ein schöner Bildband. Einige Rezensenten bemängelten jedoch den mangelnden Umfang des Buches, da es sich zu sehr auf obskure Bretter konzentriert und andere, die in der Surfgeschichte von Bedeutung sind, auslässt.
Vorteile:Wunderschöne Illustrationen, informativer Bildinhalt, hochwertige Fotos, großartig für die Präsentation auf dem Couchtisch, spricht sowohl Anfänger als auch erfahrene Surfer an, kommt gut als Geschenk an.
Nachteile:Nicht umfassend, konzentriert sich auf obskure Boards und Hersteller, lässt wichtige Boards und Typen wie Big-Wave-Boards und moderne Designs aus, einige Exemplare können physische Mängel wie Verformungen aufweisen.
(basierend auf 64 Leserbewertungen)
Surf Craft: Design and the Culture of Board Riding
Die Entwicklung des Surfbretts, von traditionellen hawaiianischen Volksentwürfen über Meisterwerke mathematischer Ingenieurskunst bis hin zu massenproduzierten Glasfasern.
Surfbretter wurden einst aus Holz gefertigt und von Hand geformt, Objekte von kultureller und freizeitlicher Bedeutung. Heute werden die meisten Surfbretter in Massenproduktion aus Fiberglas und einer Mischung aus Petrochemikalien hergestellt. Sie sind bewegliche (oder schwimmende) Reklametafeln für Athleten und ihre Marken und betonen eher den kommerziellen als den kulturellen Aspekt. Surf Craft zeichnet diese Entwicklung nach und untersucht das Design und die Herstellung von Surfbrettern anhand von 150 Farbbildern und einem aufschlussreichen Text. Vom uralten hawaiianischen alaia, dem traditionellen Brett des einfachen Volkes, über die schmucklosen, mit mathematischer Präzision entworfenen (aber von Hand gebauten) Bretter von Bob Simmons bis hin zu den im Laden gekauften Longboards, die durch den Surf-Exploitation-Film Gidget von 1959 populär wurden, spiegelt das Board-Design sowohl Ästhetik als auch Geschichte wider. Der Niedergang des traditionellen Alaia-Boardfahrens ist nicht nur ein Beispiel für eine verlorene Kunst, sondern auch eine Metapher für den Zerfall der traditionellen Kultur nach dem Sturz der Republik Hawaii und ihrer Annexion in den 1890er Jahren.
In seinem Text betrachtet Richard Kenvin das Handwerk und Design von Surfbrettern aus einer historischen und kulturellen Perspektive. Er betrachtet das Design von Surfbrettern als beispielhaftes Modell für mingei, die Kunst des Volkes, und die Handwerksphilosophie von Soetsu Yanagi. Yanagi vertrat die Ansicht, dass sich die wahre Schönheit und der Zweck eines Designs erst dann offenbaren, wenn es seiner Bestimmung zugeführt wird. In seiner reinsten Form verkörpert das Handwerk des Brettbaus zusammen mit dem Akt des Surfens selbst Mingei. Surf Craft widmet den Brettern von Bob Simmons besondere Aufmerksamkeit, die eindrucksvolle Beispiele für diese Art von funktionalem Design sind und die Arbeit der modernen kalifornischen Nachkriegsdesigner widerspiegeln.
Surf Craft wird in Verbindung mit einer Ausstellung im Mingei International Museum in San Diego veröffentlicht.