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Surrogate Warfare: The Transformation of War in the Twenty-First Century
Surrogate Warfare untersucht das aufkommende Phänomen der „Stellvertreterkriegsführung“ in Konflikten des einundzwanzigsten Jahrhunderts.
Die gängige Vorstellung von Krieg ist, dass er von den Menschen einer Seite gegen die andere Seite geführt wird. Die Realität sieht jedoch so aus, dass sowohl staatliche als auch nichtstaatliche Akteure zunehmend versuchen, die Lasten des Krieges auf Stellvertreter zu übertragen.
Als Stellvertreterkriegsführung bezeichnet man die vollständige oder teilweise Auslagerung der strategischen, operativen oder taktischen Lasten der Kriegsführung auf menschliche und/oder technologische Stellvertreter, um die Kosten des Krieges zu minimieren. Dieses Phänomen reicht von der Bewaffnung von Rebellengruppen über den Einsatz von bewaffneten Drohnen bis hin zu Cyber-Propaganda. Krieg und Rickli fassen alte, verwandte Praktiken wie den Söldner- oder Stellvertreterkrieg unter diesem neuen übergreifenden Konzept zusammen.
Neben der Analyse der zugrundeliegenden soziopolitischen Triebkräfte, die die Auftraggeber dazu veranlassen, militärische Maßnahmen zu ersetzen oder zu ergänzen, befasst sich dieses Buch mit den inhärenten Abwägungen zwischen Ersatz und Kontrolle, die die Beziehung zwischen Auftraggeber und Stellvertreter prägen. Surrogate Warfare ist eine unverzichtbare Lektüre für alle, die sich mit zeitgenössischen Konflikten beschäftigen.