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Tage Erlander: Serving the Welfare State, 1946-1969
Tage Erlander war von 1946 bis 1969 schwedischer Ministerpräsident und Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei. Seine Karriere war sowohl aufgrund seiner großen Leistungen als auch seiner Langlebigkeit bemerkenswert. Unter seiner Führung entwickelte sich Schweden nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem beispielhaften Wohlfahrtsstaat. Allgemeine Renten, Kindergeld, Krankenversicherung, verlängerter bezahlter Urlaub, subventionierter Wohnraum und viele andere Leistungen machten den schwedischen Lebensstandard zu dem, worum ihn die Welt beneidet.
Diese definitive politische Biografie ist sowohl die Studie eines individuellen Führungsstils als auch der Rolle des Premierministers in einem parlamentarischen Staat. Sie zeigt Erlander als einen komplexen und engagierten Intellektuellen, der seiner Partei gegenüber loyal war, der sich für die Zusammenarbeit zwischen den Parteien einsetzte.
Olof Ruin analysiert Erlanders verschiedene Rollen als Fraktionsvorsitzender im Reichstag, als Organisator des Kabinetts, als Parteichef, als Förderer des innenpolitischen Konsenses und als außenpolitischer Entscheidungsträger. Ruin ist der erste Wissenschaftler, der ungehinderten Zugang zu Erlanders Tagebüchern erhalten hat.