Tahiti jenseits der Postkarte: Macht, Orte und das alltägliche Leben

Bewertung:   (4,0 von 5)

Tahiti jenseits der Postkarte: Macht, Orte und das alltägliche Leben (Miriam Kahn)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Das Buch „Tahiti jenseits der Postkarte“ von Miriam Kahn bietet eine kritische ethnografische Perspektive auf das Leben der Tahitianer, den Kolonialismus und den Tourismus und vermittelt den Lesern einen Einblick in die Lebenswirklichkeit der tahitianischen Bevölkerung. Das Buch hat gemischte Kritiken erhalten: Viele loben den informativen und fesselnden Schreibstil, während andere kritisieren, dass es eine dramatisierte Erzählung fördert.

Vorteile:

Das Buch ist gut geschrieben und zugänglich und bietet einen gründlichen und aufschlussreichen Einblick in die tahitianische Kultur, Geschichte und die Auswirkungen des Tourismus. Es bietet eine mehrdimensionale Sichtweise, die über gängige Stereotypen hinausgeht und tiefgehende Überlegungen zu Kolonialismus und Identität liefert. Die Leser fanden das Buch fesselnd und informativ, was es zu einer hervorragenden Einführung in die Kulturanthropologie und zu einer empfehlenswerten Lektüre für alle, die sich für den Pazifik interessieren, macht.

Nachteile:

Einige Rezensenten kritisierten das Buch wegen seiner dramatisierten Darstellung und der vermeintlich übertriebenen Darstellung der Rolle des Tourismus im Leben der Tahitianer. Es wurde behauptet, dass die Perspektive des Autors eine bestimmte Interpretation des Kolonialismus erzwingen könnte, die einige als engstirnig empfanden und die wahre Schönheit und Komplexität Tahitis nicht widerspiegelte. Außerdem wurde das Fehlen von großen Reproduktionen im visuellen Inhalt als Nachteil angemerkt.

(basierend auf 12 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Tahiti Beyond the Postcard: Power, Place, and Everyday Life

Inhalt des Buches:

Ausgezeichnet mit dem ICAS-Buchpreis 2013 (Sozialwissenschaften)

Das „Tahiti“, das sich die meisten Menschen vorstellen - weiße Sandstrände, türkisfarbene Lagunen und schöne Frauen - ist ein Produkt der europäischen Romantik des 18. Jahrhunderts und bildet bis heute die Grundlage der Tourismusindustrie auf Tahiti. Hinter diesem Postkartenbild verbirgt sich jedoch eine andere Realität. Die Träume und Sehnsüchte, für die die Tourismusindustrie wirbt, lenken von den medizinischen Albträumen und der Umweltzerstörung ab, die durch Frankreichs 30-jähriges Atomtestprogramm in Französisch-Polynesien verursacht wurden. Die Tahitianer empfinden es als zutiefst beleidigend, wenn eine Bombe in ihrem Land vergraben wird. Für die Tahitianer ist das Land reich an der Fruchtbarkeit der Vorfahren, an genealogischer Identität und eine Quelle körperlicher und geistiger Nahrung. Diese vorgestellten und gelebten Perspektiven scheinen unvereinbar, sind jedoch in der politischen Ökonomie eng miteinander verwoben.

Tahiti Beyond the Postcard befasst sich mit den subtilen, aber allgegenwärtigen Verflechtungen der Macht mit dem Ort. Miriam Kahn nutzt den Interpretationsrahmen sowohl tahitianischer als auch europäischer Wissenschaftler und stützt sich dabei auf ethnografische Details wie alte Gesänge, Ansichtskarten, Proteste gegen Atomkraft, populäre Liedtexte und das Vermächtnis der Kunst Paul Gauguins, um neue Perspektiven auf Kolonialismus, Tourismus, Bilder und die Anthropologie des Ortes zu eröffnen.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780295991023
Autor:
Verlag:
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:2011
Seitenzahl:288

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