Bewertung:

Die Memoiren „Porträt der Künstlerin als junge Tänzerin“ von Alma Guillermoprieto sind ein persönlicher und introspektiver Bericht über ihre sechsmonatigen Erfahrungen als Tanzlehrerin im revolutionären Kuba. Das Buch bietet eine einzigartige Perspektive auf das Leben im Kuba der frühen 1970er Jahre und fängt die Komplexität persönlicher und gesellschaftlicher Kämpfe ein, zeichnet sich aber auch durch seine emotionale Tiefe und seine Überlegungen zur Kunst innerhalb einer Revolution aus.
Vorteile:⬤ Gut geschriebene und fesselnde Erzählung
⬤ fesselnder und intensiver Bericht einer künstlerischen Reise
⬤ bietet einzigartige Einblicke in das Leben in Kuba
⬤ ruft starke Emotionen und nachdenkliche Reflexion hervor
⬤ hält die Balance zwischen Humor und ernsthafter Selbstbetrachtung
⬤ ideal für Leser, die sich für persönliche Geschichten im Zusammenhang mit der kubanischen Kultur und Geschichte interessieren.
⬤ Kein umfassender historischer Bericht über Kuba
⬤ kann als selbstverliebt oder zu sehr auf die emotionalen Turbulenzen des Autors fokussiert empfunden werden
⬤ manche Leser finden es aufgrund des Selbstmitleids langweilig oder ärgerlich
⬤ der Erzählung fehlt vielleicht ein breiterer politischer Kontext
⬤ manche könnten die Charakterentwicklung und die Beobachtungen als naiv empfinden.
(basierend auf 15 Leserbewertungen)
Dancing with Cuba: A Memoir of the Revolution
1970 verließ eine junge Tänzerin namens Alma Guillermoprieto New York, um eine Stelle als Lehrerin an der Nationalen Tanzschule Kubas anzunehmen.
Sechs Monate lang arbeitete sie in spiegelfreien Studios (das galt als revolutionärer); ihre schlecht ausgebildeten, aber eifrigen Schüler arbeiteten ohne sie, träumten aber von Größe. Doch inmitten chronischen Mangels und revolutionärer Umwälzungen fand Guillermoprieto in Kuba ein Volk, dessen Sinn für Ziele sie für immer berührte.
In ihren mitreißenden Memoiren lässt Guillermoprieto - heute eine preisgekrönte Journalistin und wohl eine der besten Autorinnen über Lateinamerika - eine Zeit wieder aufleben, in der Tänzer und Revolutionäre dieselbe historische Bühne zu besetzen schienen und selbst eine Übung auf dem Boden ein zutiefst politischer Akt sein konnte. Überschwänglich und elegisch, zärtlich und schonungslos, Dancing with Cuba ist ein Triumph der Erinnerung und des Gefühls.