Bewertung:

Das Buch ist ein bewegendes und aufschlussreiches Erinnerungsbuch, das sich mit den Themen Sucht, Trauer und Familie auseinandersetzt. Anhand von persönlichen Geschichten und gut recherchierten Informationen beleuchtet die Autorin die Drogensucht und die Unzulänglichkeiten des Behandlungssystems in den USA. Viele Leser lobten den Schreibstil, die emotionale Tiefe und die Ausgewogenheit von Humor und Ernsthaftigkeit, während einige der Meinung waren, dass der Fokus des Buches auf das Laufen von den tiefgründigeren Themen ablenkte.
Vorteile:Schön geschrieben, gefühlsbetont, lehrreich über Sucht, verbindet Humor mit ernsten Themen, nachvollziehbar und offen, starke Erzählstimme, spricht die Opioid-Epidemie auf einer persönlichen Ebene an, bietet Einblick in Trauer und Verlust.
Nachteile:Einige Leser fanden die Struktur unzusammenhängend, mit einem Mangel an Fokus auf das Laufen, was sich im Vergleich zum zentralen Thema der Trauer langweilig anfühlte; die Erzählung springt herum, was einige als unvollkommen und unbearbeitet empfanden.
(basierend auf 12 Leserbewertungen)
Thirty-Thousand Steps: A Memoir of Sprinting Toward Life After Loss
Man kann nicht ewig vor seinen Problemen davonlaufen. Trennungen, aussichtslose Jobs, Stolpersteine auf dem Weg zum Erwachsensein - die Autorin Jess Keefe und ihr kleiner Bruder Matt meistern sie gemeinsam als Mitbewohner, die sich bis spät in die Nacht unterhalten und lachen.
Doch als Matts Heroinsucht nach jahrelangem Stillstand wieder aufflammt, verändert eine Überdosis in einer warmen Oktobernacht alles. In dem Jahr nach dem Tod ihres Bruders versucht Keefe, neu anzufangen, aber ihre Trauer und ihr Trauma lassen sie von der Vergangenheit besessen sein. Sie fragt sich, wie die Dinge anders hätten verlaufen können, recherchiert über Sucht und Drogen und sucht in ihrer gemeinsamen Kindheit und Jugend nach Hinweisen auf das, was passiert ist.
Um ihren schmerzenden Körper und ihr zerstreutes Gehirn zu beruhigen, nimmt sie eine neue körperliche Herausforderung an: das Training für ihren ersten Halbmarathon. Sie treibt ihren Körper bis an seine Grenzen, um das Chaos in ihrem Kopf zu beruhigen, doch als das Datum des Rennens näher rückt, holt ihr Leichtsinn sie ein.
Mit treibenden Erzählszenen, einer einzigartigen Stimme, Einfühlungsvermögen und Humor verbindet Keefe ihre Trauererfahrung mit der Erkundung der sozialen, politischen und wissenschaftlichen Faktoren, die das Schicksal ihres Bruders beeinflusst haben. Thirty-Thousand Steps, ein kraftvolles, transformatives Memoir, erforscht die psychosozialen Risikofaktoren, die zur Sucht führen, den Knüppel des Katholizismus, die Freude und Scham in der Queer-Erfahrung der frühen achtziger Jahre und das Ausmaß, in dem man Geist und Körper zur Regeneration nach einem großen Verlust antreiben kann.