
The Thousand and One Nights and Orientalism in the Dutch Republic, 1700-1800: Antoine Galland, Ghisbert Cuper and Gilbert de Flines
Die französische Übersetzung von Antoine Galland aus Tausendundeiner Nacht erschien 1704. Ein Jahr später wurde in Den Haag eine Piratenausgabe gedruckt, der viele weitere folgten.
Galland unterhielt einen regen Briefwechsel mit dem niederländischen Intellektuellen und Staatsmann Gisbert Cuper (1644-1716) zu diesem Thema. Niederländische Orientalisten besaßen privat Ausgaben der *Nächte* und sammelten diskret Manuskripte arabischer Märchen. Im Jahr 1719 wurden die Nächte erstmals von dem wohlhabenden Amsterdamer Seidenhändler und Finanzier Gilbert de Flines (Amsterdam 1690-London 1739) ins Niederländische zurückübersetzt.
Tausendundeine Nacht und der Orientalismus in der niederländischen Republik, 1700-1800: Antoine Galland, Ghisbert Cuper und Gilbert de Flines untersucht nicht nur den Weg der französischen und niederländischen Ausgaben in der Niederländischen Republik des 18. Jahrhunderts und die Rolle der Drucker und Illustratoren, sondern auch die gemischten Gefühle von Verlegenheit und Wertschätzung sowie die allgemeine literarische Wirkung der Nächte auf eine protestantische Nation in einem Jahrhundert, in dem der französische kulturelle Einfluss übermächtig war.