
Technocratic Visions: Engineers, Technology, and Society in Mexico
Technokratische Visionen untersucht den Kontext und die gesellschaftlichen Folgen von Technologien, technokratischer Führung und Entwicklung in Mexiko, der Heimat der ersten professionellen Ingenieurschule in Nord- und Südamerika.
Die Beiträge konzentrieren sich auf die einflussreiche Rolle der Ingenieure, insbesondere der Bauingenieure, aber auch der Bergbauingenieure, Militäringenieure, Architekten und anderer Infrastruktur- und Maschinentechniker. In der Mitte des 19.
Jahrhunderts, einer Zeit immenser nationaler und globaler Umwälzungen und Veränderungen, versuchten die Regierungen Mexikos, das mexikanische Ingenieurwesen zu erweitern und zu modernisieren, während sie sich gleichzeitig gegen ausländische Invasionen wehrten und neue westliche Technologien an die bestehenden vorkolonialen und kolonialen Grundlagen anpassten. Die mexikanische Revolution im Jahr 1910 führte zu einer erheblichen Ausweitung technokratischer Praktiken, da staatliche Vertreter versuchten, die Unruhen im Volk zu kontrollieren und ungleiche Gemeinschaften durch Wissenschaft, Bildung und Infrastruktur zu vereinen. Vor dem Hintergrund dieser politischen Unruhen beschreibt Technocratic Visions die Orte der Technik als Orte des Lobes und des Protests, an denen sich persönliche, lokale, nationale und globale Interessen zu neuen Formen der gesellschaftlichen Gestaltung verbanden.
Und als Orte, die zu Zentren von Auseinandersetzungen um Repräsentation, Gesundheit, Identität und Macht wurden. Mit Blick auf die Kontextualisierung aktueller Probleme, die sich aus der historischen Entwicklung Mexikos ergeben, zeigt dieser Band, wie diese Transformationen auf einzigartige Weise mexikanisch und durch und durch global waren.