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Technology and Market Structure: Theory and History
John Sutton stellt eine einheitliche Theorie vor, die zwei wichtige Ansätze zur Untersuchung von Märkten umfasst und gleichzeitig eine Reihe neuer Vorhersagen über die Entwicklung von Märkten trifft.
Traditionell hat sich das Gebiet der industriellen Organisation auf zwei nicht miteinander verbundene Theorien gestützt - die Querschnittstheorie und die Theorie des Unternehmenswachstums -, um branchenübergreifende Unterschiede bei der Konzentration und der Schiefe innerhalb einer Branche zu erklären. Die beiden Ansätze beruhen auf sehr unterschiedlichen mathematischen Strukturen, und nur wenige Forscher haben versucht, sie miteinander in Beziehung zu setzen.
In diesem Buch vereinigt John Sutton die beiden Ansätze durch eine Theorie, die auf drei einfachen Prinzipien beruht. Die ersten beiden, ein "Überlebensprinzip", das besagt, dass Unternehmen keine verlustbringenden Strategien verfolgen, und ein "Arbitrageprinzip", das besagt, dass ein Unternehmen eine sich bietende profitable Gelegenheit nutzen wird, reichen aus, um eine Reihe möglicher Ergebnisse zu definieren. Das dritte Prinzip, das "Symmetrieprinzip", besagt, dass die von einem neuen Marktteilnehmer auf einem Teilmarkt angewandte Strategie weder von der Identität des Marktteilnehmers noch von seiner Vergangenheit auf anderen Teilmärkten abhängt. Dies ermöglicht es den Forschern, die Rolle von strategischen Interaktionen und von Unabhängigkeitseffekten zusammenzuführen. Das Ergebnis ist, dass die Überlegungen, die die Querschnittstradition und die Tradition des Unternehmenswachstums motivieren, innerhalb eines einzigen spieltheoretischen Modells wegfallen.
Dieses Buch folgt auf Suttons "Sunk Costs and Market Structure", das 1991 bei MIT Press erschienen ist.