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Tea and Solidarity: Tamil Women and Work in Postwar Sri Lanka
Jenseits der nostalgischen Werbung für die Teeindustrie, die das koloniale Ceylon und die verarmten Bedingungen, unter denen die tamilischen Teearbeiter leben, romantisiert, sind die Geschichten der Frauen, Männer und Kinder, die seit dem 19. Die Wirtschaftskrise der Teeindustrie und der sechsundzwanzig Jahre andauernde Bürgerkrieg in Sri Lanka haben das Leben und die Arbeit auf den Plantagen verändert.
Die Familienmitglieder wandern nun von der Teepflückerei ab und arbeiten als Hausangestellte in der Hauptstadt Colombo oder weiter entfernt im Nahen Osten. Mythri Jegathesan setzt feministische ethnografische Methoden ein, um die Übergangszeit zwischen 2008 und 2017 zu erforschen, und stellt die Lebenserfahrungen dieser Frauen und Männer vor, die in der Landwirtschaft, als Migranten und als Hausangestellte arbeiten.
In Tea and Solidarity versucht Jegathesan, das anthropologische Verständnis von Enteignung zu erweitern, indem sie die Aufmerksamkeit auf die politische Bedeutung von Geschlecht als Schlüsselmerkmal für Investitionen und die Gestaltung von Orten in Sri Lanka im Besonderen und in Südasien im Allgemeinen lenkt. Diese lebendige und fesselnde Ethnografie wirft Licht auf eine sonst marginalisierte und oft unsichtbare Minderheit, deren Arbeit und kollektives Erbe der Enteignung als "Coolies" im kolonialen Ceylon für Sri Lankas globale Anerkennung, Wirtschaftswachstum und Geschichte als postkoloniale Nation von zentraler Bedeutung sind.